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Kreisoberliga Dahme/Fläming

Fernduelle zwischen Fläming und Heideseen

Der SV Siethen sicherte sich 2009 nach einem spannenden Fernduell mit Wildau den Kreismeistertitel – diese Tradition wird derzeit fortgesetzt.

Der SV Siethen sicherte sich 2009 nach einem spannenden Fernduell mit Wildau den Kreismeistertitel – diese Tradition wird derzeit fortgesetzt.

Ludwigsfelde. Sekt schäumte an der Ebereschenallee, Jubelgesänge stiegen in den Himmel an einem lauen Nachmittag im Sommer 2009: Die Belegschaft des SV Siethen schwebte schwerelos über den Sportplatz nachdem eine große Last abgefallen war. „Ich kann mich noch sehr genau an das Saisonfinale erinnern mit dem glücklichen Ende für uns“, sagt Ronald Schäfer, der damalige Coach des Kreismeisters SV Siethen. „Wir hatten uns damals in einem langen Duell mit Phönix Wildau den Sieg in der Kreisliga Dahmeland und den Sprung in die Landesklasse gesichert.“

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Auf dem langen Weg ins Ziel gab es am Ende noch mal eine Tempoverschärfung: Das Fernduell Siethen – Wildau hatte durch eine 0:1-Niederlage des SVS sechs Spieltage vor dem Saisonende noch einmal Brisanz bekommen. Wildau hatte den Rückstand auf einen Zähler verkürzt – von nun an galt: Jeder Punktverlust könnte den Titeltraum beenden. Am Ende verteidigte Siethen nach langen Wochen den entscheidenden Punkt Vorsprung ins Ziel.

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„Das Duell geht ja genau genommen schon seit einigen Jahren“

Der Titelzweikampf war einer von vielen Fernduellen in den vergangenen Jahren in der höchsten Kreisspielklasse zwischen Fläming und Heideseen – und auch in dieser Spielzeit wird die Tradition fortgesetzt: Am Sonntag kommt es in der Meisterrunde der Kreisoberliga zum nächsten Durchgang im Fern-Zweikampf zwischen dem SV Blau-Weiß Dahlewitz und dem Verfolger FSV Admira 2016.

Spitzenreiter Dahlewitz (52 Punkte, drei Spiele in der Finalrunde) tritt beim SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen an, Admira (47/2) empfängt die Reserve des BSC Preußen Blankenfelde-Mahlow (Start jeweils 15 Uhr). Beide Titelkandidaten haben sich deutlich vor Miersdorf/Zeuthen (3.) und dem SV Rangsdorf (4., jeweils 39 Punkte) abgesetzt.

„Das Duell geht ja genau genommen schon seit einigen Jahren, aber wegen der Corona-Situation konnten die beiden vergangenen Spielzeiten nicht zu Ende gespielt werden“, sagt FSV-Coach Stefan Eggert, „wir sind froh, dass diese Saison vernünftig ausgespielt wird.“ Sollte Admira die weniger bestrittene Partie gewinnen, steuert die Saison auf einen großen Showdown beim letzten Saisonspiel zu, wenn das Team am 26. Juni den Rivalen empfängt.

Im vergangenen Jahr hatte es keinen Aufsteiger gegeben – Admira (33 Punkte/12 Spiele) hatte in der Abschlusstabelle der früh beendeten Saison vor Dahlewitz (27/9) gelegen. Auch die Spielzeit 2019/20 war von der Pandemie ausgebremst worden: Eintracht Königs Wusterhausen rangierte nach der Quotientenregelung mit 2,35 Punkten hauchdünn vor Admira (2,33).

2019 scheitert Blau-Weiß knapp an Viktoria Jüterbog

Im Jahr zuvor hatte Dahlewitz ebenfalls den Titelkampf maßgeblich mitgestaltet: Im Sommer 2019 wurde Blau-Weiß (70) mit einem Zähler Rückstand hinter dem FC Viktoria Jüterbog (71) Zweiter – die Titelentscheidung war erst am letzten Spieltag gefallen.

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In den Spieljahren zuvor hatte es weniger spektakuläre oder sogar eindeutige Zieleinläufe gegeben: Der MSV Zossen (2019, drei Punkte Vorsprung) der VfB Trebbin (2017/10), Großziethen (2016/7), die SG Niederlehme (2015/5) wurden nach der Fusion zum Großkreis Dahme/Fläming im Sommer 2014 souverän Erster. In der letzten Saison vor dem Zusammenschluss der Fußballkreise Jüterbog/Luckenwalde und Dahmeland aber kämpfte sich im Süden Viktoria Jüterbog (60) mit einem Zähler Vorsprung vor Empor Dahme ins Ziel.

Einen Vorteil des Zweikampfes hat Eggert trotz aller Rivalität bereits jetzt ausgemacht: „Es ist ein Duell, dass einen ganz besonderen Reiz hat und auch Spaß macht. Obwohl wir durch die Unterbrechungen nie richtig in den Rhythmus gekommen sind, haben beide Mannschaften auf gutem Niveau gespielt und gepunktet. Das liegt auch daran, dass beide wissen, dass sie nicht viel liegenlassen können – beide Teams fahren sehr stabil die Punkte ein. Wir haben es trotz der Niederlage im ersten Spiel der Aufstiegsrunde in Rangsdorf selber in der Hand, Erster zu werden, wenn wir alle Spiele gewinnen sollten.“ Soweit schaue man aber noch nicht, sondern immer zum nächsten schweren Spiel – ein Auge aber dürfte trotzdem zum SV Blau-Weiß Dahlewitz schielen im Fernduell.

Von Lars Sittig

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