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Fußball-NOFV-Oberliga Nord

Kuriose Wechsel, kleine Ziele: Der FSV Optik Rathenow vor dem Saisonstart

FSV Optik Rathenow - Oberliga-Saison 2022/23

FSV Optik Rathenow - Oberliga-Saison 2022/23

Rathenow. Die neue Fußballsaison steht an diesem Sonnabend an, doch beim Oberligisten FSV Optik Rathenow hat Trainer Ingo Kahlisch längst noch nicht alle Puzzleteile beisammen. Und jene, die vor ihm auf dem Tisch liegen, muss er erst noch ordnen. "Wir dürfen keine Wunderdinge erwarten", sagt Kahlisch mit Blick auf die neue Saison, die an diesem Sonnabend (13 Uhr) mit einem Heimspiel gegen den Vorjahres-Sechsten SC Staaken startet. Den Satz mit den Wunderdingen sagt der langjährige Rathenower Coach zwar öfter, die Situation bei den Optikern beschreibt er damit dennoch gut.

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Als Absteiger aus der Regionalliga Nordost werden die Rot-Weißen naturgemäß als heißer Aufstiegskandidat gehandelt, nur steckt so viel Regionalliga-Erfahrung in der neu formierten Oberliga-Mannschaft eben nicht mehr drin. In zwei, drei Wochen könne er über die Zielsetzung vielleicht mehr sagen, erklärt Kahlisch, und solange setzen sie sich rund ums Stadion Vogelgesang eher kleine Ziele. Das hat gute Gründe, der wichtigste: Noch immer steht der finale Kader nicht fest. Unter der Woche wechselte als bislang letzter Neuzugang Ivan Glushchenko nach Rathenow.

Kahlisch über Glushchenko: „Er ist laufstark, bringt eine gute Einstellung mit“

Kurios: Der 19-Jährige, der aus der Jugend des FC Energie Cottbus stammt, hatte in diesem Sommer bereits einen Vertrag beim Regionalligisten VSG Altglienicke unterschrieben. Weil dort die Einsatzchancen allerdings doch nicht so gut waren, wie ursprünglich erhofft, schloss er sich nun dem FSV Optik an. „Er ist laufstark, bringt eine gute Einstellung mit“, urteilt Kahlisch, der den Stürmer aber auch erst noch richtig kennenlernen muss. Im Heimspiel gegen Staaken wird das wohl nicht der Fall sein – Glushchenko hat Grippe.

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Ein weiterer Stürmer und alter Bekannter – Lucas Will – wird gegen Staaken ziemlich sicher auch nicht im Kader stehen. Ein Verbleib des letztjährigen achtfachen Torschützen scheint aber möglich. Kahlisch wörtlich: „Alles offen.“

Gündogdu wieder dabei, Tshindaye spielberechtigt

Geklärt haben sich die Personalien Ali Gündogdu und Lukumbi Tshindaye. Letzterer, aus Kanada stammend, hat alle bürokratischen Hürden überwunden und ist gegen Staaken spielberechtigt. Gündogdu trainiert seit Dienstag wieder im Vogelgesang und dürfte im Mittelfeld eine echte Bereicherung sein. Gegen Staaken könnte er schon in der Startaufstellung stehen – im Gegensatz zu Sturmhoffnung Manuel Härtel. Der Ex-Babelsberger ist angeschlagen, sein Einsatz fraglich.

„Für uns ist es jetzt wichtig, dass wir uns als Mannschaft entwickeln und zusammenwachsen. Alles andere wäre zu hoch gegriffen“, teilt Kahlisch seine Erwartungen vor dem Auftakt mit. Nach dem gewaltigen Umbruch und zahlreichen Abgängen, darunter etliche Leistungsträger wie Jonathan Muiomo, kann der Übungsleiter dem treuen Anhang mehr erstmal nicht versprechen. „Wenn wir wieder Regionalliga spielen wollen, müsste sich in finanzieller Hinsicht auch das Umfeld ändern“, meint Kahlisch. „Und Bescheidenheit hat noch immer gut getan.“ Wie gut, das werden die Fans an diesem Sonnabend sehen, wenn der Ball wieder rollt.

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