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Frauen-Fußball-Kreisliga Dahme/Fläming

Larissa Puls macht die 50 Tore für die SG Phönix Wildau voll

Larissa Puls zeigt es an: 50 Tore hat sie in der vergangenen Serie für die SG Phönix Wildau erzielt.

Larissa Puls zeigt es an: 50 Tore hat sie in der vergangenen Serie für die SG Phönix Wildau erzielt.

Wildau. Lange war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen, doch am Ende setzte sich Larissa Puls gegen ihre beiden Kontrahentinnen Maria Heidemann (Tantower SV) und Paula Schönborn (VfB Gramzow) noch erfolgreich durch. Die Stürmerin vom Fußball-Kreisligisten SG Phönix Wildau erzielte in der vergangenen Saison in 19 Begegnungen 50 Tore, die deutschlandweit in allen fünften Ligen den Bestwert bedeuteten. Die 22-jährige Berlinerin markierte auch über die Hälfte aller Wildauer Tore, denn insgesamt gelangen dem Team von Coach Marcel Werner 78 Treffer.

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Auf der Zielgeraden noch einmal Gas gegeben

Spannend war das Finale der drei Fußballerinnen deshalb, weil sie drei Spieltage vor dem Ende dicht beieinander lagen und um die Torjägerkanone kämpften. Puls hatte 44 Tore auf ihrem Konto, Heidemann 41 und Schönborn 40. „Am Sonntagabend habe ich nicht geguckt, ob die beiden Spielerinnen aus der Kreisliga Uckermark getroffen haben. Das wurde mir meistens von Mitspielerinnen aus meinen Team berichtet“, sagt die Phönix-Stürmerin, die in den letzten drei Saisonspielen noch sechs Buden folgen ließ und sich somit auf der Zielgeraden gegen Heidemann (42) und Schönborn (41) durchsetzte.

„Mit so vielen Treffern habe ich vor der Spielzeit nicht gerechnet. Als aber die große Chance bestand, beste Torjägerin Deutschlands zu werden, unterstützte mich das gesamte Team, ich sollte sogar jeden Neunmeter schießen. Einer hat nicht so gut funktioniert, denn er klatschte im Match gegen Zernsdorf an die Latte“, berichtet die SG-Spielerin, die sogar noch mehr Tore erzielen hätte können, doch ihr fehlten zwei weitere Partien. „Das letzte Match gegen den FSV Admira 2016 ist ausgefallen und einmal musste ich wegen Corona aussetzen, da ich mich in Quarantäne befand.“

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Larissa Puls (M.) trifft im Spiel gegen den SV Blau-Weiß Dahlewitz mit einem schönen Kopfball.

Larissa Puls (M.) trifft im Spiel gegen den SV Blau-Weiß Dahlewitz mit einem schönen Kopfball.

Etwas ärgerlich findet sie es, dass es trotz ihrer Tor-Traumquote nicht zur Meisterschaft und zum Einzug ins Pokalfinale reichte. „Wir hatten uns vor der Spielzeit mehr vorgenommen und sind schon ein wenig frustriert, dass es nicht zu einem Titelgewinn in der Kreisliga reichte.“ Diesen sicherte sich das Team vom BSC Preußen 07 Blankenfelde-Mahlow, das an diesem Sonntag um 10 Uhr in Schulzendorf im Pokalfinale gegen den SV Zernsdorf antreten muss. „Unsere gesamte Mannschaft ist beim Endspiel mit dabei und drückt den Zernsdorfern Damen ganz fest die Daumen, da wir zu ihnen schon über viele Jahre ein super Verhältnis haben“, sagt Puls.

Mit zwölf Jahren musste sie „Dotsch“ verlassen

Zum Fußball ist sie durch ihren Bruder Felix gekommen, der sie mit vier Jahren zum Training bei der SG Grün-Weiß Deutsch Wusterhausen mitnahm. „Wir haben vorher auch schon immer zusammen gekickt“, berichtet sie, die im Alter von zwölf Jahren „Dotsch“ verlassen musste, weil keine Mädchen mehr mitspielen durften. „Mir kamen die Tränen, als Trainer Robert Lewandowski mir mit diese Entscheidung schweren Herzens mitteilte.“ Sie wechselte zum SV Frankonia Wernsdorf, wo sie 2016 als 16-Jährige ihr Debüt bei den Frauen gab und gleich beim 23:0-Sieg gegen den FSV Admira 2016 mit zehn Toren für ordentlich Furore sorgte. Zwei Jahre später löste sich das Frankonia-Team aufgrund von Spielerinnenmangel auf. „Das hat mich ebenfalls sehr traurig gestimmt, da es mir dort auch sehr gut gefallen hat.“

Im selben Jahr wechselte die 1,62 Meter große Angreiferin ins Otto-Franke-Stadion. „Ich fühle mich in Wildau pudelwohl, da wir dort eine richtig verschworene Einheit sind. Einen Wechsel zu einem anderen Verein kann sie sich derzeit überhaupt nicht vorstellen. „Das einzige Manko bei Phönix ist, dass wir dort zu wenige Spielerinnen sind, um aufs Großfeld zu wechseln, auf dem ich sehr gerne spiele“, erzählt Puls, die trotzdem noch einen großen Traum lebt.

Frauen-Bundesliga wäre ihr großer Traum

„Am liebsten würde ich einmal in der Frauen-Bundesliga auflaufen. Ich weiß, dass es ein weiter Weg dorthin ist, doch die Hoffnung stirbt zuletzt. Wenn ich weiterhin durch viele Tore auf mich aufmerksam machen sollte, dann wird vielleicht einmal ein Verein aus der Eliteliga Deutschlands auf mich aufmerksam. Aber bis es soweit ist, halte ich der SG Phönix Wildau auf alle Fälle die Treue.“

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Von Oliver Schwandt

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