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2. Handball-Bundesliga

Lasse Ludwig gewinnt das Torhüter-Duell, der VfL Potsdam den Liga-Auftakt

Hielt dem VfL die ersten zwei Pluspunkte fest: Lasse Ludwig.

Hielt dem VfL die ersten zwei Pluspunkte fest: Lasse Ludwig.

Potsdam. Mit einem dicken Ausrufezeichen sind die Handballer des 1. VfL Potsdam nach zehn Jahren in die Zweitklassigkeit zurückgekehrt. Der Aufsteiger aus dem Adlerhorst besiegte zum Auftakt den Vorjahressechsten SG BBM Bietigheim vor 500 Zuschauern in der MBS-Arena mit 27:23 (13:11) und hat damit die ersten zwei Pluspunkte auf dem Konto. "Ich bin nicht euphorisch. Man darf jetzt aber auch mal sagen, dass das richtig gut war", erklärte VfL-Trainer Bob Hanning, "wir haben hier gegen eine Mannschaft gewonnen, die aufsteigen will". Jener Gast, der von der spanischen Handball-Legende Iker Romero trainiert wird, enttäuschte nicht, musste sich letztlich aber den schnellen, wendigen und physisch starken Youngstern aus der Landeshauptstadt geschlagen geben.

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Joshua Thiele, in diesem Sommer von Erstligist GWD Minden an die Havel gewechselt, erzielte das erste Potsdamer Ligator in dieser Saison zum 1:1 – und den ersten Treffer des Aufsteigers im deutschen Unterhaus nach 3745 Tagen Abstinenz. VfL-Linksaußen Tim Grüner ließ sich wenig später die Chance von der Siebenmeterlinie zwar entgehen, machte seinen Fehler aber sofort wett und traf im schnellen Gegenzug. Marcel Nowak gelang die erste Führung – 3:2 (5. Minute). Es entwickelte sich ein intensiver Schlagabtausch mit harten Duellen in beiden Abwehrreihen, das prominente und erfahrene Schiedsrichter-Duo Robert Schulze/Tobias Tönnies (Magdeburg) – erst jüngst das dritte Mal als „Schiedsrichter der Saison“ geehrt und Anfang des Jahres noch as EM-Finale leitend – behielt aber stets den Überblick.

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Das Pendel wog ständig hin und her: 4:3 Potsdam, 5:4 Bietigheim, 6:5 Potsdam, 7:6 Bietigheim, 8:7 Potsdam, 9:8 Bietigheim. Erst nach 23 Minuten konnte sich eines der beiden Teams einen Zwei-Tore-Vorsprung herauswerfen. Die Gastgeber waren es, die dabei auch kurzzeitig von einer doppelten Überzahl profitierten und sogar auf 12:9 davonzogen. Und der VfL profitierte davon, dass Schlussmann Lasse Ludwig im Torhüter-Duell gegen Bietigheims Fredrik Genz aufholte. Genz, bis zur letzten Saison noch bei den Füchsen aus Berlin aktiv, nahm den Adlern einige freie Bälle weg, Ludwig aber steigerte sich ebenfalls und sorgte dafür, dass die Hausherren nach 30 Minuten erst elf Gegentore schlucken mussten.

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Nach dem Seitenwechsel drückte die Hanning-Truppe sofort aufs Gaspedal: Bis auf fünf Tore wuchs die Führung zwischenzeitlich an, vor allem der Treffer zum 18:13 (37.) durch David Cyrill Akakpo, freigespielt von Emil Hansson, war zum mit der Zunge schnalzen. Die Gäste jedoch ließen sich auch davon nicht abschütteln, Dominik Claus verkürzte auf 16:18 (42.) aus SG-Sicht, was Bob Hanning zum Ziehen der Grünen Karte bewegte. In der 60-sekündigen Auszeit stellte der VfL-Coach seine Schützlinge auf eine heiße Schlussphase ein. Diese wurde zwölf Minuten vor Ultimo erst richtig spannend, als Bietigheim zum 20:20 ausglich. „Da kann das Spiel kippen. Aber es war nur eine Frage der Zeit, bis meine Jungs wieder die PS auf die Straße bringen. Dafür haben wir schon zu viele Spiele gewonnen“, so Hanning.

Lasse Ludwig überragt in der Schlussphase

Potsdamer Jugendlichkeit stand großer Erfahrung aus Baden-Württemberg gegenüber. Dennoch behielten die Adler kühlen Kopf und flatterten mit viel Leidenschaft und einem in den letzten Minuten überragend parierenden Lasse Ludwig zu den ersten zwei Saisonpunkten. „Die Testspiele haben gezeigt, wozu wir fähig sind. Wir gehen in jede Partie, um sie zu gewinnen“, sagte Ludwig, der das Torhüter-Duell gegen Fredrik Genz laut Hanning am Ende gewann. Wichtiger aber war der erste Saisonsieg für den Zweitligisten 1. VfL Potsdam.

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