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Ringen

Luckenwalder Talent hat Europa- und Weltmeisterschaften im Blick

Nelly Zierenberg (Ringerin, 1. Luckenwalder SC)

Nelly Zierenberg (Ringerin, 1. Luckenwalder SC)

Luckenwalde. „Ringen ist voll cool“, sagt Nelly Zierenberg. Die Zwölfjährige steht gern auf der Matte, um ihre Kräfte mit anderen zu messen. Erst am Wochenende stellte sie ihr Ringkampf-Talent wieder einmal unter Beweis. Bei den Deutschen Meisterschaften der weiblichen Jugend in Dormagen (Nordrhein-Westfalen) gewann die junge Ringerin des 1. Luckenwalder SC eine Medaille für die Sportlerinnen-Delegation aus dem Bundesland Brandenburg.

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In der Altersklasse der weiblichen B-Jugend belegte Nelly Zierenberg hinter Halilja Azimov (ASV Ladenburg/Nordbaden) und Viktoria Reim (TuS Adelhausen/Südbaden) den dritten Platz im Gewichtslimit bis 38 Kilogramm. In dieser Kategorie standen sechs Mädchen im TSC-Sportcenter Dormagen auf den Meisterschaftsmatten. Nelly Zierenberg bestritt fünf Kämpfe. Dreimal verließ sie die Matte als Siegerin, zwei Duelle gab sie ab.

Trainer ist voll des Lobes

Dennoch ist Ulrich Franke aus dem Trainerteam des 1. Luckenwalder SC voll des Lobes. „Nelly hat bei den Deutschen Meisterschaften eine bärenstarke Vorstellung geboten“, sagt er. Für die Zwölfjährige ist es die erste DM-Medaille. Entsprechend stolz ist sie auf ihren Erfolg.

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Seit zweieinhalb Jahren gehört die junge Sportlerin der Mädchengruppe des 1. LSC an. Das Talent zum Ringen wurde Nelly Zierenberg quasi mit in die Wiege gelegt. Ihre Mutter Claudia stand einst ebenfalls auf der Matte und bestritt Kämpfe für einen kleinen Verein aus dem Erzgebirge.

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„Ich möchte auf jeden Fall im Ringen erfolgreich sein“, beschreibt Nelly Zierenberg ihre sportlichen Ambitionen, „und vielleicht mal bei Europa- oder Weltmeisterschaften starten.“ Auch ihr Berufswunsch ist bereits recht konkret: „Ich möchte einmal Lehrerin werden, wenn möglich Sportlehrerin“, sagt sie.

Seit Anfang des Schuljahres besucht die Zwölfjährige die Jahnschule in Luckenwalde. Dort geht sie in die Sportklasse. Weil die Familie von Nelly Zierenberg in Neuhof bei Zossen wohnt, war es für die Schülerin allerdings gar nicht so einfach, täglich nach Luckenwalde zu kommen, um dort zur Schule beziehungsweise zum Training zu gehen. Es gibt zwischen ihrem Wohnort und der TF-Kreisstadt so gut wie keine Nahverkehrsverbindung. Auch eine spezielle Schülerbeförderung der öffentlichen Hand, wie es sie teilweise in anderen Brandenburger Landkreisen für sportliche Nachwuchshoffnungen gibt, fehlt im Kreis Teltow-Fläming.

Talent kann trotz schlechter Nahverkehrsverbindung in Luckenwalde gefördert werden

Dass das Talent der jungen Ringerin dennoch an der Luckenwalder Sportschule weiter gefördert werden kann, ist der Initiative des LSC-Trainerteams um Ulrich Frank zu verdanken. Ein Sponsor wurde gefunden, der den täglichen Transport von Nelly Zierenberg morgens nach Luckenwalde und abends wieder zurück nach Neuhof übernimmt. „Für das Engagement bin ich natürlich sehr dankbar“, sagt Claudia Zierenberg, die Mutter der jungen Ringerin, „dies macht es überhaupt erst möglich, dass Nelly nun jeden Tag in Luckenwalde zur Schule gehen und anschließend trainieren kann.“

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Die tägliche Pendelei nimmt die junge Ringerin gern auf sich. „Es ist okay für mich“, sagt Nelly Zierenberg, „ich habe es mir ja auch gewünscht. Es ist schön, jeden Tag trainieren zu können. Ich finde Sport einfach toll.“

Heim-DM für Nelly Zierenberg im März 2023

Die Deutschen Meisterschaften der weiblichen Nachwuchsringerinnen am vergangenen Wochenende in Dormagen waren der letzte große Wettkampf in diesem Jahr für das Talent des 1. Luckenwalder SC. Der Termin für die nächsten nationalen Titelkämpfe steht jedoch bereits schon fest. In gut sechs Monaten finden die nächsten Deutschen Meisterschaften statt. Dann wird Nelly Zierenberg vor heimischer Kulisse ihr Talent demonstrieren können. Die DM 2023 des weiblichen Ringernachwuchses findet am 23. und am 24. März in Luckenwalde statt. Dies gab der Deutsche Ringerbund (DRB) vor wenigen Tagen bekannt.

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