Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Eishockey

Mit drei jungen Goalies: Eisbären Berlin haben den Titel-Hattrick im Visier

Tobias Ancicka ist einer der drei jungen Eisbären-Goalies und hat wohl die besten Karten auf einen Startplatz.

Tobias Ancicka ist einer der drei jungen Eisbären-Goalies und hat wohl die besten Karten auf einen Startplatz.

Berlin. Die Zahl drei treibt die Eisbären Berlin vor dem Auftaktspiel in die neue Saison der Deutschen Eishockey Liga (DEL) besonders um. Wenn der Club aus Hohenschönhausen am Sonntag (16.30 Uhr/Magentasport) bei den Nürnberg Ice Tigers in die neue Serie startet, heißt die Mission ganz klar: Titel-Hattrick. „Die Eisbären haben immer das Ziel, die Meisterschaft zu gewinnen“, stellte Sportdirektor Stéphane Richer vor dem DEL-Start klar. Die Liga sei zwar ausgeglichen und eng, aber: „Wir sind bereit.“

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Eisbären-Chefcoach Serge Aubin, der schon in den von Corona geprägten Spielzeiten 2020/21 und 2021/22 den großen silbernen Pokal in die Hauptstadt holen konnte, ist überzeugt, dass seine Mannschaft das Zeug zum dritten Titel in Serie hat. „Wir haben eine starke Mannschaft. Wir werden aber jeden einzelnen Spieler brauchen“, so der 47-jährige Kanadier, der in sein viertes Jahr beim DEL-Rekordmeister geht.

Torhüter sind 19, 20 und 21 Jahre alt

Ein Trio – da ist die drei wieder – soll auch für einen sicheren Rückhalt beim Meister sorgen. Im Eisbären-Tor streiten mit Tobias Ancicka (21), dem Finnen Juho Markkanen (20) und Nikita Quapp (19) drei Youngster um einen Startplatz. Nach dem Abgang des Nationalspielers und zweifachen Meister-Torwarts Mathias Niederberger (29) zum Dauerrivalen EHC Red Bull München haben die Berliner keinen Schlussmann mit Erfahrung nachverpflichtet, sondern setzen voll und ganz auf ihre junge Dreier-Combo. „Alle drei sind gute Torhüter und haben eine große Zukunft“, sagte Aubin. „Sie sind bereit, mit uns auf dem Level zu spielen, das wir brauchen.“ Auf eine klare Nummer eins werde er sich nicht festlegen, stellte der Meistertrainer auch gleich klar. Aber auch eine Rotation wird es nicht geben. „Wer besser spielt und trainiert, wird auch im Tor stehen“, so Aubin.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Die besten Karten hat derzeit wohl Ancicka, der in den Vorjahren bereits als Niederberger-Vertreter agierte und daher einen kleinen Erfahrungsvorsprung besitzt. „Er ist kein junger Spieler mehr und bereit für den nächsten Schritt“, weiß auch der Coach, der einen „gesunden Konkurrenzkampf“ anstrebt.

Kapitän Frank Hördler könnte die 1000-Spiele-Marke knacken

Einer, der versuchen wird, den Keepern im Eisbären-Kasten möglichst viel Arbeit abzunehmen, ist Verteidiger und Kapitän Frank Hördler. Der 37-jährige gebürtige Sachse hat bei den Eisbären längst Legendenstatus erreicht. Seit 2003 spielt er für die Hohenschönhausener und ist mit neun DEL-Titeln alleiniger Rekordhalter. Noch eine Bestmarke wird der wertvollste Spieler der diesjährigen Playoffs in der neuen Serie wohl knacken: 1000 Partien in der Deutschen Eishockey Liga. „Irre“ sei diese Zahl und große Dankbarkeit verspüre der Kapitän, dass er alle für die Eisbären bestreiten konnte. Besonders ist die neue Spielzeit auch, weil Frank Hördler sie Seite an Seite mit seinem ältesten Sohn Eric bestreiten könnte. Der 18-jährige Stürmer steht ebenfalls im Kader von Coach Aubin. „Das macht mich unheimlich stolz“, sagte der Papa, „auch weil ich weiß, welche Opfer die Kiddies in ihrer Kindheits- und Jugendzeit bringen, um auf dem Eis zu stehen.“

Jung und Alt sind ohnehin nicht die Kategorien, in denen Eisbären-Trainer Aubin denkt. „Ich werde die Teile da hinschieben, wo sie hingehören. Jeder macht seinen Job“, sagte Aubin. Die Jungen seien hungrig und bereit. Nach zwölf Abgängen und ebenso vielen Neuzugängen gehen die Berliner am Sonntag mit einem Durchschnittsalter von knapp 26 Jahren als zweitjüngste Truppe der Liga ins Rennen um die Titelverteidigung.

In der Champions Hockey League habe das neuformierte Team zuletzt schon zeigen können, dass es gutes Eishockey spielen kann, aber auch aufgezeigt bekommen, woran man noch arbeiten muss. „Serge hat uns in eine Top-Form gebracht. Es war eine anstrengende Vorbereitung. Wir sind alle froh, dass es jetzt losgeht“, sagte Frank Hördler und weiß, dass es jetzt heißt: Alles auf die Drei!

Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken