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Fußball-Landespokal

Nach 13 Jahren endlich wieder ein Stadtderby in Brandenburg an der Havel

FC Stahl gegen den BSC Süd 05 im Jahr 2008: René Görisch (l.) wird von Nico Wilhelm verfolgt. Der BSC Süd 05 setzte sich mit 3:0 durch.

FC Stahl gegen den BSC Süd 05 im Jahr 2008: René Görisch (l.) wird von Nico Wilhelm verfolgt. Der BSC Süd 05 setzte sich mit 3:0 durch.

Brandenburg/Havel. Der Fußballgott wollte nach 13 Jahren wieder dieses Stadtderby und jetzt sollten wir den Zuschauern auch ein tolles Spiel bieten“, erklärt Süd-Coach Hans Oertwig. Am Sonnabend um 15 Uhr trifft im Quenzstadion die BSG Stahl Brandenburg auf den BSC Süd 05. Es ist das Duell eines Landes- gegen einen Brandenburgligisten. Doch im Pokal gelten nun einmal andere Gesetze als die Ligazugehörigkeit. Einen klaren Favoriten gibt es nicht. Zu erwarten sind auf jeden Fall deutlich mehr als 1000 Zuschauer. „1978 waren es im DDR-Liga-Spiel sogar einmal 4600, ansonsten eigentlich immer über 1000“, weiß Stahl-Chronist Dieter Wetzel zu berichten.

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Sieger vor der Wende war meist die BSG Stahl, außer im Oberliga-Aufstiegsjahr 1984, als der spätere Absteiger Motor Süd auf eigenem Platz 2:1 gewann. Der letzte Sieg von Stahl liegt mittlerweile 17 Jahre zurück. Im Jahr 2005 gewann die Quenztruppe unter Trainer Eckart Märzke 2:1 auf dem Werner-Seelenbinder-Sportplatz. Das bislang letzte Spiel fand 2009 statt. In diesem gewann der BSC Süd 05 nach einem 1:1 noch im Elfmeterschießen und schaffte es danach bis ins Finale, in dem man aber gegen den SV Babelsberg 03 II verlor.

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Etwa 150 Süd-Fans werden am Sonnabend gegen 12 Uhr vom Süd-Sportplatz unter Polizeibegleitung zum Quenzstadion marschieren. Sie und die anderen Anhänger kommen über den Eingang Woltersdorfer Straße ins Stadion und verfolgen das Spiel von der alten Tribüne aus. Der Stahl-Anhang wird von der anderen Seite des Platzes seine Mannschaft anfeuern. Parkplätze sind rund um das Stadion Mangelware. Auf den Flächen der beiden Einkaufszentren darf offiziell nicht geparkt werden. Gut 50 Ordner, darunter zehn von Süd, sind im Einsatz. Polizei ist natürlich auch vor Ort, ist es schließlich ein sogenanntes Risikospiel. „Wir haben im Vorfeld alles getan, damit es ein Fußballfest werden kann“, so Stahls Sportlicher Leiter Andreas Koch.

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Viele Stahl-Spieler mit Süd-Vergangenheit

Stahl-Coach Maik Aumann muss wohl nur auf Christian Freidank verzichten, der erst am Sonnabend aus dem Urlaub zurückkehrt. Interessant ist, dass nicht nur Coach Maik Aumann, sondern fast jeder Spieler des Gastgebers eine mehr oder weniger lange Süd-Vergangenheit hat. Marvin Krause und Alexander Tarnow gehören zu den ganz wenigen, die noch nie ein Süd- oder Jugend-Förder-Verein-Trikot getragen haben.

Ganz anders sieht es beim BSC Süd 05 aus. Nur Tizian Lück hat Brandenburger Wurzeln. Alle anderen Spieler kamen erst im Sommer, die meisten laut Trainer Oertwig aus unterklassigen Mannschaften, zum Oberliga-Absteiger. Allerdings hat sich die Mannschaft bisher mit zwei Siegen aus vier Auswärtsspielen gut geschlagen. Das Spiel am Quenz ist für das Team, wenn man so will, das erste Heimspiel. Die BSG Stahl musste am vergangenen Sonnabend zwar durch das 1:1 gegen Chemie Premnitz einen Rückschlag hinnehmen, ist aber in dieser Spielzeit immer noch ungeschlagen.

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