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Eishockey

NHL-Club von Potsdamer Besitzer fordert die Eisbären Berlin

Das NHL-Franchise der San Jose Sharks gehört seit 2010 mehrheitlich dem Potsdamer Hasso Plattner und ist nun zu Gast in Berlin.

Das NHL-Franchise der San Jose Sharks gehört seit 2010 mehrheitlich dem Potsdamer Hasso Plattner und ist nun zu Gast in Berlin.

Berlin. Normalerweise stehen Siege mit den Eisbären Berlin für Cheftrainer Serge Aubin im Vordergrund. Wenn die San Jose Sharks aus der National Hockey League (NHL) am Dienstag mit dem deutschen Profi Nico Sturm für ein Testspiel in der Arena am Ostbahnhof gastieren (20 Uhr/ProSieben Maxx), macht der Kanadier eine Ausnahme. „Das ist natürlich ein Spiel, bei dem es nicht ums Gewinnen oder Verlieren geht“, sagte Aubin am Sonntag. „Ich denke, es ist eine großartige Erfahrung für viele unserer Jungs – ganz besonders für die jungen Spieler, die noch nie NHL-Qualität live auf dem Eis erlebt haben. Sie sollen den Moment einfach genießen.“

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Die Kalifornier, die zuletzt regelmäßig die Play-offs in der NHL verpassten, aber internationale Stars wie Logan Couture, Erik Karlsson, Timo Meier oder Tomáš Hertl in ihren Reihen haben, seien „ein herausragendes Eishockeyteam mit einer Unmenge an Qualität“, lobte der Eisbären-Coach. „Da werden wir manchmal in unangenehme Situationen geraten.“

Hasso Plattner ist seit 2010 Sharks-Besitzer

Der Potsdamer Ehrenbürger, Kunst-Mäzen und SAP-Mitbegründer Hasso Plattner stieg bereits 2002 bei den Sharks ein. Seit 2010 ist er Mehrheitseigner der Betreibergesellschaft, die neben dem NHL-Team auch die heimische Arena, das SAP Center, in der Millionenstadt an der US-Westküste besitzt. Nun bekommt Plattner, 78, Gelegenheit, sein Team quasi vor der Haustür spielen zu sehen.

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Eisbären Coach.Aubin verzichtet dennoch bewusst darauf, den kommenden Gegner mit seiner Mannschaft zu analysieren. „Ich möchte, dass die Jungs unbefangen und mit einem freien Kopf einfach unser System spielen“, sagte er. „Es geht darum, dieses Eishockey-Niveau zu erleben und zu sehen, wo wir im Vergleich dazu stehen.“ Der Trainer plant daher, viele seiner jungen Spieler einzusetzen, um diesen „die größte Erfahrung ihres Lebens“ zu ermöglichen.

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Sportlich haben die Berliner andere Prioritäten: In der Deutschen Eishockey Liga steht der Titelverteidiger nach einem schwachen Saisonstart unter Zugzwang, obwohl er beim 5:2 gegen die Düsseldorfer EG am Sonntag einen deutlichen Formanstieg erkennen ließ. Und bereits am Mittwoch sind die Hauptstädter in der Champions Hockey League gefordert. Das Heimspiel gegen den tschechischen Club Mountfield HK müssen sie unbedingt gewinnen, um die Chance auf das Erreichen des Achtelfinales zu wahren.

Natürlich sei das Spiel gegen San Jose „eine schöne Sache“, sagte Angreifer Manuel Wiederer, der selbst drei Jahre lang bei den Kaliforniern unter Vertrag stand, aber nur beim Farmteam San Jose Barracudas in der zweitklassigen American Hockey League zum Einsatz kam. „Aber ich denke, die Liga und das Spiel gegen Mountfield sind viel wichtiger.“ Auch für die San Jose Sharks spielt der Gegner keine große Rolle. Das Gastspiel in Berlin ist nur eine Durchgangsstation, bevor sie im Rahmen der NHL Global Series, mit der die nordamerikanische Liga ihre weltweite Präsenz vergrößern will, am Wochenende die ersten beiden Hauptrundenspiele gegen die Nashville Predators in Prag bestreiten.

Sharks sehen Hertha-Remis im Olympiastadion

„Ich glaube jetzt nicht, dass wir Berlin groß pre-scouten werden“, sagte Sturm, der nach dem Gewinn des Stanley Cups mit Colorado Avalanche im Sommer nach San Jose wechselte. „Es ist unsere letzte Chance in der Vorbereitung, und wir werden versuchen, uns auf unser Spiel und unsere Special Teams zu konzentrieren.“ Auch außerhalb des Eises dürften die Kalifornier die Hauptstadt kaum zur Kenntnis nehmen: „In allererster Linie fliegen wir nach Europa, um unsere ersten beiden Saisonspiele zu gewinnen, und nicht, um jetzt irgendwelche Touri-Aktivitäten zu machen“, sagte Sturm.

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Ein bisschen Freizeit blieb seit der Ankunft am Flughafen Berlin-Brandenburg aber doch: Am Sonntag besuchte das Sharks-Team im Olympiastadion das Fußball-Bundesligaspiel zwischen Hertha BSC und der TSG Hoffenheim (1:1).

Von Jan Schröder und Christoph Brandhorst

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