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NOFV Oberliga Süd

Ludwigsfelder FC: Minutenglück, aber kein Heimsieg

Punkteteilung: Der Ludwigsfelder FC (rote Trikots) trennte sich in der Oberliga Süd 3:3-unentschieden von Einheit Rudolstadt.

Punkteteilung: Der Ludwigsfelder FC (rote Trikots) trennte sich in der Oberliga Süd 3:3-unentschieden von Einheit Rudolstadt.

Ludwigsfelde. Manch einer sank auf den Rasen des Waldstadions, andere schüttelten den Kopf oder vergruben das Gesicht in den Händen: Die Enttäuschung war groß beim Ludwigsfelder FC nach dem 3:3 (2:2)-Unentschieden gegen den FC Einheit Rudolstadt, das sich wie eine Niederlage anfühlte. „Das waren zwei verschenkte Punkte“, ärgerte sich LFC-Präsident Marcel Penquitt nach dem Duell in der NOFV-Oberliga Süd am Sonnabendnachmittag, „wenn man dreimal zu Hause führt, muss man auch gewinnen.“

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Dreimal hatte der LFC die Führung erzielt – im Umkehrschluss hatte der Konkurrent aus dem Süden Thüringens aber auch dreimal den Ausgleich geschossen und deshalb hatte Rudolstadts Trainer eine komplett andere Sicht auf die Geschehnisse vor 147 Zuschauern. „Wenn man dreimal zurückkommt und drei Tore schießt, hat man am Ende auch den Punkt verdient“, schlussfolgerte Holger Jähnisch, „der Spielverlauf war sicher ein Spiegelbild unserer Leistung in den vergangenen Wochen mit vielen einfachen Fehlern. Das ist sicher auch der Situation geschuldet, dass das Selbstvertrauen gerade nicht so groß ist bei uns. So wie die Tore gefallen sind, haben wir daran richtig unsere Aktien.“

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Fakt war: Die Ludwigsfelder Führung von Youssef Labbouz (26.) nach einem exzellenten Pass in die Tiefe von Kapitän Christopher Lemke glich Benjamin Bahner (30.) aus, er war es auch, der nach Fabian Herrmanns Treffer zum 2:1 (40.) unmittelbar vor der Halbzeitpause das 2:2 erzielte (45.+1). Unmittelbar danach war der erste Durchgang beendet – die beiden Führungstreffer hatten lediglich etwas Minutenglück ausgelöst beim LFC, der aber erneut in Führung ging.

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Durch Lemkes Treffer zum 3:2 per Foulelfmeter in der 49. Minute zog der LFC erneut das Momentum auf seine Seite – nach der gelb-roten Karte (wegen Foulspiels) gegen Lukas Bache in der 65. Minute aber bröckelte der Vorteil wie poröses Gestein unter dem Presslufthammer. Zwar gelangen dem LFC hin und wieder vielversprechende Entlastungsangriffe – unter anderem nach einem brillanten Pass des starken Lemke auf Labbouz – in der Schlussphase drückte Rudolstadt den nun tief stehenden LFC aber häufig in den eigenen Strafraum.

Einheit Rudolstadt trifft gegen den Ludwigsfelder FC spät zum Ausgleich

Der FC Einheit erspielte sich keine ganz großen Chancen, arbeitete sich aber dem letzten, entscheidenden Gewühl vor dem Tor von Lucas Lindners Tor entgegen, bei dem sich eine Einschussgelegenheit zum Ausgleich ergibt. In der 87. Minute bugsierte Mateusz Lukasz Szymanski schließlich den Ball zum 3:3 ins Netz. „Wenn das Tor eher gefallen wäre, wir haben viele Angriffe gehabt, wäre sogar noch ein bisschen mehr möglich gewesen“, fand Jähnisch.

Ludwigsfeldes Trainer Aaron Müller monierte dagegen vor allem, das es sein Team versäumt hatte, dem Duell vorzeitig eine eindeutigere Richtung zu geben. „Wenn wir das Spiel als Partie mit zwei verlorenen Punkten werten, gehe ich mit, aber wir haben sie aufgrund der ersten Halbzeit verloren“, sagte der Coach, weil sein Team eigentlich mit einer klaren Führung in die Halbzeit hätte gehen müssen und stattdessen den Gegner „zum Toreschießen“ eingeladen habe.

„Auch nach dem Seitenwechsel machen wir das frühe 3:2, haben dann die hundertprozentige Chance zum 4:2, können das Spiel wieder für uns entscheiden und kriegen dann die gelb-rote Karte.“ Es sei dann klar gewesen, so der Coach, dass es schwierig werden wird. „Trotzdem fand ich, dass es uns auch in Unterzahl größtenteils gelungen ist, die Angriffe abzuwehren. Rudolstadt hatte kaum eine große Chance. Wenn wir drei Tore schießen, aber aus unserer Überlegenheit auch drei Tore kassieren, haben wir es nicht verdient, zu gewinnen.“

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Der Ludwigsfelder FC reist nun zum FC Einheit Wernigerode

Der LFC hatte gegen das Tabellenschlusslicht einen kleinen Befreiungsschlag verpasst – immerhin aber einen größeren Flurschaden vermieden. Am Sonnabend tritt das Team beim FC Einheit Wernigerode an (14 Uhr, Mannsberg-Stadion). Mit einem Sieg im Harz könnte sich Ludwigsfelde nach wie vor Luft verschaffen im Tabellenkeller.

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