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NOFV Oberliga Süd

Ludwigsfelder FC: Kein Schlüsselmomentum beim Auftakt

Kein Punktgewinn beim Auftaktspiel: Der Ludwigsfelder FC (weiße Trikots) unterlag Budissa Bautzen zu Hause mit 1:3.

Kein Punktgewinn beim Auftaktspiel: Der Ludwigsfelder FC (weiße Trikots) unterlag Budissa Bautzen zu Hause mit 1:3.

Ludwigsfelde. Der Ludwigsfelder FC hat das Auftaktspiel in der NOFV Fußball-Oberliga Süd verloren: Das Team unterlag am Sonnabendnachmittag im heimischen Waldstadion gegen den FSV Budissa Bautzen mit 1:3 (0:1). „Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen, wir haben uns sicherlich mehr vorgenommen. Ich bin sehr enttäuscht und verärgert. Der Gegner war die bessere Mannschaft, das steht außer Frage, aber wir haben es Bautzen zu einfach gemacht, die Partie hergeschenkt und unsere Momente und die Torchancen nicht genutzt. Deshalb verlieren wir das Spiel verdient“, sagte LFC-Coach Aaron Müller nach der Partie vor 130 Zuschauern.

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Der Saisonstart hatte mit rund einer halben Stunde Verspätung begonnen – das Bautzener Team hatte bei der Anreise im Stau gestanden. „Es war der erwartet schwere Start, wir hatten keine große Einschätzung, wie der Gegner agiert“, sagte FSV-Trainer Stefan Richter nach der ersten Partie überhaupt zwischen beiden Vereinen, „wir sind froh, dass wir drei Punkte mit nach Bautzen nehmen können.“

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Dem LFC war es dagegen nicht gelungen, die negative Auftaktbilanz in der fünften Liga der vergangenen Spielzeiten zu verbessern: Seit dem Aufstieg aus der Brandenburgliga im Sommer 2018 hat der LFC noch kein Startspiel in der Oberliga gewonnen. In der vergangenen Saison war Ludwigsfelde mit einem 3:3-Unentschieden beim Steglitzer FC Stern in die neue Saison gestartet, in der Spielzeit 2020/21 bei Müllers Debüt mit einer 0:1-Niederlage beim VFC Plauen. 2019 gelang ein Remis beim Brandenburger SC Süd, nach dem Aufstieg 2018 musste Ludwigsfelde aber eine 0:5-Heimniederlage gegen den FSV Luckenwalde hinnehmen.

Budissa Bautzen ging durch Treffer von Tom Hagemann in Führung

Nun unterlag der LFC nach dem Wechsel von der Nord- in die Südstaffel der Fußball-Spiel-Vereinigung aus Bautzen aus dem Südwesten Sachsens. Ludwigsfelde hatte einige Zeit gebraucht, um etwas den Rhythmus – der von vielen Ballverlusten und Ungenauigkeiten gebremst wurde – und ins Spiel zu finden. Nach mehr als einer Viertelstunde tauchte das Team erstmals gefährlich in der gegnerischen Hälfte auf. Anschließend war es nicht gelungen, einen der Schlüsselmomente, die sich das Ensemble trotz des insgesamt holprigen Startes erarbeitete und in denen das Spiel eine Wende hätte nehmen können, für sich auszunutzen.

Nach rund 40 Minuten lief der von Neuzugang Frank Rohde gut freigespielte Brian Blisse auf FSV-Keeper Ondrej Cap zu, scheiterte aber – unmittelbar vor der Halbzeitpause fiel nach einem Freistoß der Führungstreffer durch Tom Hagemann (45.+ 1) für Bautzen. Direkt danach war Pause. Ein weiterer Schlüsselmoment: Nach einem Fehlabspiel nach dem Seitenwechsel gelangte André Marenin wenige Meter vor dem gegnerischen Tor an den Ball – aus dieser Szene konnte der LFC ebenfalls kein Kapital schlagen. Kurz darauf fiel der zweite Treffer für Budissa durch Steve Schröder (55.), in der 75. Minute folgte nach einigen guten Möglichkeiten auf beiden Seiten das Tor zum 0:3 durch Florian Baudisch. Ludwigsfelde gelang nur noch der Treffer zum 1:3 durch Frank Rohde (81.), der einige starke Szenen bei seinem ersten Pflichtspiel für den LFC hatte.

Müller: „Man muss das in beiden Halbzeiten ein wenig differenzieren. Ich denke, dass Bautzen die spielbestimmende Mannschaft war, wir hatten in der ersten Halbzeit kaum Ballsicherheit. Wir haben viele lange Bälle gespielt, die oft ins Aus gingen und wir haben keine Ruhe ins Spiel bekommen. Dennoch: Die erste Großchance war auf unserer Seite, wenn wir es schaffen, diesen Moment für uns zu nutzen und in Führung zu gehen, gibt uns das vielleicht Sicherheit und das Spiel läuft anders.“

Ludwigsfelder FC zu Gast beim Bischowswerdaer FV 08

Sein Trainerkollege aus Bautzen resümierte: „Ich denke, in den ersten 30 Minuten ist das Spiel so dahingeplätschert, da mussten erst mal beide Teams reinkommen in die Saison, danach war der Gastgeber zwei-, dreimal gefährlich. Das Tor in der ersten Halbzeit hat uns natürlich in die Karten gespielt. Nach dem 2:0 und 3:0 muss man mehr Kontrolle haben, das haben wir nicht geschafft.“ Bautzen hatte sich im ersten Durchgang vor dem Führungstreffer einige Male gefährlich in den LFC-Strafraum kombiniert, ohne LFC-Keeper Lucas Lindner mit den Abschlüssen in Turbulenzen zu stürzen.

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Am Sonnabend tritt der LFC beim Bischofswerdaer FV an, der nach einem 8:0-Erfolg beim Aufsteiger Westerhausen aus Sachsen-Anhalt an der Tabellenspitze steht. Die Partie wird um 14 Uhr angepfiffen, beim Duell gegen den früheren DDR-Oberligisten ist auch Kapitän Christopher Lemke wieder einsatzberechtigt – der Offensivmann hatte gegen Bautzen eine Sperre aus der vergangenen Saison abgesessen. „Wir fahren zu einem Gegner, der eine Menge Selbstvertrauen getankt hat“, blickt Müller voraus, „und versuchen, die Fehler abzustellen.“

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