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NOFV Oberliga Süd

Frank Rohde: Der Unterschiedspieler

Frank Rohde (l.) ist bereits jetzt an vielen Offensivaktionen beteiligt – beim Ludwigsfelder FC wird weiter daran gearbeitet, den Offensivmann in Szene zu setzen.

Frank Rohde (l.) ist bereits jetzt an vielen Offensivaktionen beteiligt – beim Ludwigsfelder FC wird weiter daran gearbeitet, den Offensivmann in Szene zu setzen.

Ludwigsfelde. Frank Rohde bekam Extra-Applaus, als er das Spielfeld verließ, von der Tribüne des Waldstadions schallte Beifall auf den Rasen. Noch ein kurzes Abklatschen an der Seitenlinie, dann war für den Offensivmann der Einsatz in der NOFV-Fußball-Oberliga Süd am dritten Spieltag gegen den VfL Halle beendet. Zwei Tore hatte der 33-Jährige beim 4:2 (0:2)-Erfolg geschossen und einen Treffer vorbereitet beim bisher einzigen Punktspielsieg in dieser Spielzeit. Auch beim 3:0-Sieg im AOK-Landespokal zuletzt auswärts gegen Landesligist 1. FC Guben erzielte Rohde zwei Treffer und beim Heimduell gegen den FC Oberlausitz Neugersdorf dürfte der Neuzugang wieder eine Schlüsselfunktion übernehmen.

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„Er ist für uns eine große Verstärkung“, sagt LFC-Trainer Aaron Müller vor der Oberliga-Partie am Sonnabend (14 Uhr, Waldstadion), „weil er große Erfahrung mitbringt und eine enorme Abschlussqualität hat.“ Inzwischen hat Rohde drei der neun Treffer in der Liga und drei der fünf Tore im Landespokal erzielt: Der feine Techniker ist der Spieler, der aus einem gut mitspielenden LFC, der seine spielerischen Darbietungen oft mangels Toren nicht in Punkte umwandeln konnte, einen erfolgreich mitspielenden LFC machen kann. „Ich bin der Überzeugung, dass wir beim bisherigen Start etwas zu wenig aus unseren Möglichkeiten gemacht haben“, sagt Rohde, „aber ich habe das starke Gefühl, dass jeder Einzelne im Training an sich arbeitet und sich im Verlauf der Saison auch die Resultate ins Positive verändern werden und es nicht ausschließlich bei ordentlichen Leistungen bleibt.“ Ludwigsfelde hat bisher in sechs Spielen fünf Punkte erkämpft – die beiden Partien zuletzt in Wernigerode (1:1) und zu Hause gegen Einheit Rudolstadt (3:3) waren unentschieden ausgegangen. Der LFC hatte in beiden Begegnungen eine Führung nicht verteidigen können, der vielleicht entscheidende Treffer für eine Zwei-Tore-Führung war nicht gelungen. Immerhin: Der LFC hatte auch den Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt keinen Sieg gestattet und größeren Schaden vermieden.

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Frank Rohde spielte in Greifswald für den FC Pommern und den GFC

Frank Rohde hatte Ludwigsfeldes Offensivabteilung, die mit Christopher Lemke einen weiteren kreativen Kopf besitzt, bereits jetzt immer wieder durch kluge Pässe und Flanken entscheidende Impulse gegeben und selber für enorme Torgefahr gesorgt – diese Prozesse sollen weiter optimiert werden. Bei den Übungseinheiten wird an den Stellschrauben gedreht. „Wir haben mit Frank einen anderen Stürmertypen verpflichtet, als wir ihn zuletzt hatten“, sagt Müller. „Wir sind noch in dem Prozess, in dem wir daran arbeiten, seine Stärken noch besser für unser Spiel nutzen zu können und ihn in gute Situationen bekommen.“

Auch für den FSV Luckenwalde im Einsatz

Der gebürtige Wolgaster Rohde hatte seine Laufbahn bei Eintracht Schwerin begonnen. Wie sein Namensvetter – der DDR-National- und Bundesligaspieler Frank Rohde (BFC Dynamo, Hamburger SV und Hertha BSC) – stammt er von der Ostseeküste. Im Erwachsenenbereich hatte Rohde später unter anderem während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre in Greifswald für den FC Pommern und den GFC gespielt, der inzwischen in die Regionalliga Nordost aufgestiegen ist. In seiner Laufbahn hat Rohde bisher 107 Spiele (35 Tore) in der Oberliga Nord, 22 Partien (20 Tore) in der Oberliga Süd und 80 Begegnungen (60 Tore) in der Verbandsliga Mecklenburg-Vorpommern bestritten. Für den FSV 63 Luckenwalde, bei dem er von 2019 bis 2021 unter Vertrag gestanden hatte, kam er außerdem siebenmal in der Regionalliga Nordost zum Einsatz. Im Sommer war Rohde, der in einem Klinikum in Süd-Berlin als Assistent der Geschäftsführung tätig ist, vom RSV Eintracht (Oberliga Nord) nach Ludwigsfelde gewechselt.

„Ich hatte von Beginn an einen sehr ehrlichen und offenen Kontakt zu den Verantwortlichen des LFC“, sagt er zu den Gründen für seine Entscheidung. „Dabei wurde mir von Anfang an das Gefühl vermittelt, dass ich den Spaß am Fußball wiederfinden kann. Nach nun etwa drei Monaten kann ich diesen Eindruck nur bestätigen. Hier wird sehr gute Arbeit geleistet und auf die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen Spielers geachtet.“ Auch LFC-Sportdirektor Philipp Karaschewitz ist überzeugt, den gewünschten Unterschiedsspieler verpflichtet zu haben: „Frank passt menschlich und sportlich hervorragend zu uns. Er ist sehr stark in der Box und hat einen klasse Abschluss. Wenn er die nötigen Bälle bekommt, werden wir noch viel Freude an ihm haben.“

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