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Fußball-Landesverband Brandenburg

Pankower SV verzichtet auf den Aufstieg: Landesklasse-Team hält die Klasse

Der Pankower SV Rot-Weiß bleibt Kreisoberligist - die Mannschaft verändert sich aber.

Der Pankower SV Rot-Weiß bleibt Kreisoberligist - die Mannschaft verändert sich aber.

Groß Pankow. Überraschende Wendung im Fall Pankower SV: Der Kreisoberliga-Meister aus dem Fußballkreis Prignitz/Ruppin (FKPR) verzichtet auf das Aufstiegsrecht in die Landesklasse – und damit auf mögliche Derbys gegen Einheit Perleberg, Veritas Wittenberge/Breese und den Pritzwalker FHV sowie die Prignitz-Ruppin-Duelle gegen den FK Hansa Wittstock, MSV Neuruppin II und Union Neuruppin in der West-Staffel. Weil aus der höchsten Spielklasse des FKPR weder der Zernitzer SV als Vizemeister noch der Dritte, Meyenburger SV, Interesse an den Sprung auf Landesebene bekundet haben und somit kein Vertreter aus dem Nordwesten der Mark aufrückt, brach etwa 250 Kilometer weiter südlich großer Jubel über den frei gewordenen Platz in der Landesklasse aus.

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Am Sonnabend hingen beim ESV Lok Falkenberg noch die Köpfe – nach der 0:6-Heimpleite gegen die SG Groß Gaglow und dem gleichzeitigen 1:0-Heimsieg des ESV Lok Seddin gegen Pritzwalk im Westen war klar, dass der mit 32 Punkten bestückte Landesklasse-Süd-Vertreter nach Hinzunahme der Quotientenregel der zweitschlechteste Tabellen-14. der vier Landesklassen ist. Die Eisenbahner aus Potsdam-Mittelmark feierten ausgelassen den Klassenerhalt, die Eisenbahner von der brandenburgisch-sächsischen Landesgrenze trauerten, weil der Gang in die Kreisoberliga feststand. Mit zweitägiger Verzögerung können im Landkreis Elbe-Elster doch die Sektkorken knallen. "Nach Absprache mit unseren Trainern haben wir uns entschieden, das Startrecht in der Landesklasse wahrzunehmen – und jetzt freuen wir uns auch sehr darauf", sagte Siegmar Casper, Abteilungsleiter Fußball bei den Falkenbergern, der Märkischen Oderzeitung.

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Landesklasse statt Kreisoberliga für den ESV Lok, Kreisoberliga statt Landesklasse für den Pankower SV Rot-Weiß. „Am Wochenende ist die Entscheidung gereift“, bestätigt Patrick Raczkowski auf MAZ-Nachfrage. Der Trainer des 1921 gegründeten Vereins aus der Prignitz verriet, dass man bereits die Zusagen mehrere externer Spieler hatte, jene sich dann aber doch noch kurzfristig umentschieden: „Damit haben wir nicht gerechnet, das war ein Schlag.“ Ein zu harter.

Steigt der BSV Zaatzke noch in die Kreisliga ab?

Der Kader ist nach den zusätzlichen Abgängen zweier Leistungsträger – Tony Schulz verlässt den PSV nach drei Jahren und kehrt zum Pritzwalker FHV zurück, Brian Hammermeister sucht beim SSV Einheit Perleberg eine neue sportliche Herausforderung – zu schmal für das Abenteuer Landesklasse, welchem man bis vor wenigen Tagen und bis vor den Hiobsbotschaften sehr positiv gegenüber stand. "Aber nicht mit nur 16 Mann", so Raczkowski, "das geht nach hinten los. So bleiben wir in der Kreisoberliga, mit einer jungen und hungrigen Truppe", sagt der PSV-Trainer, der in der kommenden Saison von Sebastian Schulz und Hannes Krüger an der Seitenlinie unterstützt wird.

Welche Auswirkungen die Groß Pankower Entscheidung auf die Kreisoberliga hat, bleibt noch abzuwarten – die Frist der Meldungen läuft Ende dieser Woche ab. Thomas Leitert, Vorsitzender des Spielausschusses, habe schon mehrfach betont, dass man die höchste Spielklasse des Kreises mit 14 Teams spielen will. Möglicherweise muss der BSV Zaatzke noch in den sauren Abstiegsapfel beißen. Die PSV-Geschichte zeigt jedoch, dass man sich nicht wirklich auf etwas verlassen kann, ehe es nicht schwarz auf weiß und nicht final bestätigt ist.

Von Marius Böttcher

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