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German Football League

Finale! Potsdam Royals lassen Köln keine Chance – Sorgen um Quarterback Helbig

Ersetzte den verletzten Quarterback Chris Helbig: Robbie Patterson fügte sich nahtlos ein und holte sich später viel Lob von seinem Trainer ab.

Ersetzte den verletzten Quarterback Chris Helbig: Robbie Patterson fügte sich nahtlos ein und holte sich später viel Lob von seinem Trainer ab.

Potsdam. Sie rissen die Arme in die Luft die Hände zu Fäusten geballt, dann drehten sich die Spieler in Richtung Tribüne und skandierten „German Bowl, German Bowl!“.

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Die Footballer der Potsdam Royals hatten es wie so oft in dieser Saison mal wieder krachen lassen. Vor dem Spiel mit Pyrotechnik und Feuerwerk, auf dem Platz mit schnellen Spielzügen und Touchdowns. Im GFL-Halbfinale schlugen die Potsdam Royals vor 2431 Zuschauer im Stadion Luftschiffhafen die Cologne Crocodiles verdient mit 49:21, stehen damit im Finale in Frankfurt am Main um den German Bowl und können Geschichte schreiben.

„Wir hatten einen guten Plan, dass der aber auch so gut aufgeht, konnte man vor dem Spiel nur hoffen und macht es noch schöner“, sagt Royals-Trainer Michael Vogt nach dem Spiel. „Jetzt sind wir im Finale und wollen das Spiel natürlich gewinnen.“ Im Endspiel am 8. Oktober trifft sein Team dann auf die Schwäbisch Hall Unicorns, die sich gegen die Allgäu Comets mit 33:8 durchsetzten. Ein bisschen gefeiert wird aber schon heute: „Den ein oder anderen Gerstensaft werden wir sicher zu uns nehmen“, sagt Vogt.

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Dabei war es das erste Playoff-Halbfinal-Heimspiel der Royals-Geschichte, ihr letztes Heimspiel der Saison – aber noch nicht die letzte Partie für die Mannschaft von Trainer Michael Vogt in dieser Spielzeit. Jetzt soll der große Coup folgen. „Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung“, sagt der sichtlich stolze Präsident der Potsdam Royals, Jens-Torsten Müller, nach dem Spiel. „Das war das beste Spiel, das ich von dieser Mannschaft bislang gesehen habe. Nach dem ersten Viertel ist die ganze Anspannung abgefallen. Die Nacht habe ich nur drei Stunden geschlafen“, sagt Müller und lacht.

Nervosität schnell abgelegt

Dabei wirkten die Royals zu Beginn ähnlich nervös wie ihr Präsident, nach dem Kickoff der Kölner hat Lukas Thonicke Probleme den Ball vom Boden aufzuheben, wird attackiert, setzt sich dann aber entschlossen durch und macht Meter gut. Eine sinnbildliche Szene für das Spiel der Royals, die spielerisch und kämpferisch überzeugten – und fleißig punkteten! Das erste Mal durch einen Touchdown von Brandon Polk, der das Ei nach einem Pass von Quarterback Chris Helbig in die Endzone trägt und den Potsdamern die ersten sechs Punkte nach drei Minuten sichert.

Im Juli hatten sich die Potsdam Royals in der Liga mit 50:34 gegen die Kölner durchgesetzt, waren aber gewarnt, denn die Crocodiles hatte lange gut mitgehalten. "Die Defense wird entscheidend sein – und unsere ist die bessere", hatte Offensive Linemen Brendan Oswin vor dem Spiel als Knackpunkt ausgemacht und lag mit beiden Einschätzungen richtig. Die Royals-Defensive ließ gegen Crocodiles-Quarterback Christian Strong und seine Männer kaum was anbrennen. Dazu häuften sich Fehler im Spiel des Gegners, der nach der regulären Saison der GFL-Nordstaffel den dritten Platz belegt hatte.

Stimmungsvolles Stadion Luftschiffhafen: Vor 2431 Zuschauern setzten sich die Potsdam Royals gegen die Cologne Crocodiles durch.

Stimmungsvolles Stadion Luftschiffhafen: Vor 2431 Zuschauern setzten sich die Potsdam Royals gegen die Cologne Crocodiles durch.

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Maciej Jaroszewski setzt den Kölner Aaron Jackson energisch unter Druck und bringt die Royals kurz nach dem ersten Touchdown wieder in Ballbesitz. Und damit wusste die Mannschaft von Trainer Michael Vogt wieder was anzufangen, spielt sich bis kurz vor die Endzone und punktet gleich zu Beginn des zweiten Viertels durch Heiko Bals. Die Erhöhung gelang und so schraubten die Potsdamer das Ergebnis auf 13:0.

Schock für die Royals: Quarterback Chris Helbig verletzt sich

Und dann die Schrecksekunde: Royals-Quarterback Chris Helbig bekommt einen Schlag auf die Hand und muss draußen behandelt werden. Vermutlich hat es die Kapsel am Daumen erwischt. Er kam nicht mehr zum Einsatz, ob er im Finale dabei ist, wird sich in der kommenden Woche zeigen. „So kurz nach dem Spiel können wir aber noch keine Prognose abgeben“, sagt Michael Vogt.

Für ihn übernahm Robbie Patterson IV, den die Royals noch im Juli von der University of Montana verpflichtet hatten und sich nahtlos ins Angriffsspiel der Royals einfügte. Mit seinem ersten Spielzug bediente er Wide Receiver Brandon Polk, der die nächsten sechs Punkte für die Potsdam Royals erzielte. Auch die Erhöhung sitzt – 21:0.

Und damit noch nicht genug: Kurz vor der Pause punktete der neue Quarterback Patterson selbst zum 28:0 Halbzeitstand. „Der zweite Anzug sitzt“, fasste es Präsident Müller zusammen. Und auch Pattersons Trainer befand: „Er hat das überragend gemacht.“ Robbie Patterson selbst stapelte da ein bisschen tiefer. „Die Mannschaft hat mich super unterstützt und die Fans waren großartig. Ich war ein bisschen nervös, aber der Trainer hat uns perfekt eingestellt, so dass es für mich auch nicht so schwierig war“, sagte der Quarterback nach dem Spiel.

Finale steigt am 8. Oktober

Zu ihren ersten Punkten kamen die Crocodiles dann im dritten Viertel und verkürzten auf 28:7, wobei Karri Pajarinen nur kurz darauf den alten Abstand wieder herstellte und punktete – 35:7. Zu diesem Zeitpunkt war schon längst klar: Hier brennt heute nichts mehr an, zu überlegen waren die Königlichen an diesem Tag und dominierten ihren Gegner. Die Crocodiles verkürzten nochmal auf 35:14 und kamen am Ende auf 21 Punkte.

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Das letzte Viertel nutzten die Royals-Spieler dann eher, um jede gelungene Aktion im letzten Heimspiel der Saison mit ihren Fans zu feiern. Von den Rängen hallt es, „Finale oho, Finale oho!“ Am Ende steht es 49:21, auch das gilt es jetzt zu feiern. Die ganz große Party soll dann aber am 8. Oktober steigen.

Von Marcel Ehrig

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