Fußball-Landesliga Nord

Chemie-Premnitz-Kapitän Ricardo Quast: „Man hat gesehen, dass wir noch etwas grün hinter den Ohren sind“

Ricardo Quast ist seit dieser Saison Kapitän des TSV Chemie Premnitz.

Ricardo Quast ist seit dieser Saison Kapitän des TSV Chemie Premnitz.

Premnitz. Als Außenstehender könnte einem beim Blick auf den Saisonstart des TSV Chemie Premnitz durchaus Angst und Bange werden. Erst die zwei Niederlagen in der Fußball-Landesliga Nord (1:2 gegen Glienicke und 1:2 gegen Bernau), dann das Aus in der ersten Runde des Landespokal gegen TuS Sachsenhausen am vergangenen Wochenende (1:4). Und doch, die Stimmung beim Team von Trainer Peter Oberschmidt ist weiterhin gut.

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Nicht nur der Übungsleiter der Chemiker hatte sich nach der jüngsten Pokalpleite gegen den Brandenburgligisten höchst angetan vom Auftritt seines Teams gezeigt, auch TSV-Neu-Kapitän Ricardo Quast hatte vor allem Positives gesehen: „In der ersten Halbzeit haben wir so gespielt, wie ich mir das von Chemie Premnitz vorstelle – eklig, gallig, wir müssen unangenehm zu bespielen sein.“

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Diese Identität des TSV Chemie Premnitz war stets das Fundament dafür, dass die Westhavelländer seit der Spielzeit 2011/12 ununterbrochen zum Aufgebot der Landesliga Nord gehörten. Doch in der vergangenen Saison war diese Charakteristik des Teams verloren gegangen, erinnert sich Quast: „Wir waren Anfang des Jahres schon ganz schön abgeschlagen in der Liga. Dazu kam der Abgang von Christian Freidank im Winter, die Querelen um Konstantin Gäde und Sascha Weser und die Ankündigung von Kapitän Felix Baitz, den Club im Sommer ebenfalls zu verlassen. Da waren die Stimmung und die Motivation des Teams auf einem Tiefpunkt.“

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Doch die Mannschaft kämpfte sich aus diesem Loch wieder heraus. Spiele wie gegen Schwarz-Rot Neustadt, als man unter der Woche aus einem 0:3 noch ein 3:3 machte, oder das 7:2 gegen Birkenwerder hätten dafür gesorgt, „dass ein Ruck durch die Mannschaft gegangen ist.“ So schafften die Premnitzer letztlich doch noch den Klassenerhalt und nahmen neue Motivation für die aktuelle Spielzeit mit.

„Gegen Schwedt muss mindestens ein Punkt her“

Zwar verließen mit Baitz, der für den Umschwung in der Rückrunde laut Quast extrem wichtig war, Lukas Block und Martin Weber feste Stützen das Team. Doch dafür rückten viele junge Spieler nach, die bereits angedeutet haben, dass sie diese Lücken auf Sicht füllen können. „Die Motivation bei allen ist riesengroß. In der letzten Saison waren wir häufiger mal nur eine Handvoll Spieler beim Training. Jetzt ist es zum Teil der ganze Kader. Das zeigt, wie viel Lust alle auf die neue Saison haben“, so der 29-Jährige, der Projektleiter bei einem Entsorgungs- und Recyclingunternehmen ist, und im Sommer mit der Wahl zum Kapitän das Vertrauen der Mannschaft erhalten hat.

„Ich habe mich darüber sehr gefreut. Gleichzeitig merke ich aber auch, dass in dieser Rolle andere Aufgaben hinzukommen und die Erwartungshaltung eine andere ist. Da muss ich auch noch hineinwachsen“, so Quast, der sich aber gerade durch seine jahrelange Erfahrung und viele Weggefährten für die Aufgabe gewappnet sieht: „Ich habe bei Optik Rathenow unter Ingo Kahlisch gespielt und hatte gute Kapitäne, von denen man sich da viel abschauen konnte.“

Quast will gerade die vielen jungen Spieler um Noah Lange, Jannis Morgenroth oder Jonathan Gumz, die aus seiner Sicht viel Potenzial und die richtige Einstellung mitbringen, mit anleiten. Denn er weiß: „In den ersten Spielen hat man gesehen, dass wir noch etwas grün hinter den Ohren sind. Aber das kommt mit der Zeit.“ Nach guten Partien ohne Punkte ist am Sonnabend (14 Uhr) gegen den FC Schwedt 02 aus seiner Sicht aber der Zeitpunkt gekommen, um sich endlich mit Zählbarem zu belohnen. Ricardo Quast sagt ganz klar: „Es gab jetzt viel Lob, aber in der Tabelle sieht man das nicht. Gegen Schwedt muss mindestens ein Punkt her.“

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