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Basketball-Oberliga

Red-Eagles-Talent Friesen über Tipps der Routiniers und den Generationswechsel

Red-Eagles-Talent Philipp Friesen beim Sprungwurf.

Red-Eagles-Talent Philipp Friesen beim Sprungwurf.

Rathenow. Sie sind eine eingeschworene Truppe, deren Kern schon seit vielen Jahren zusammenspielt. Christopher Neumann, Marco Ritter, Maximilian Heinsdorff, Oliver Nickel, Matthias Jagla, Oliver Brätsch – Namen, die bei den Red Eagles Rathenow schon seit vielen, vielen Jahren maßgeblich die erste Basketball-Mannschaft prägen. Aktuell spielen sie in der Meisterrunde der Oberliga um das Aufstiegsrecht in die 2. Regionalliga, stehen nach drei von sechs Spielen mit 2:4 Punkten auf dem dritten Platz.

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Als die Red Eagles letztmals in der Regionalliga spielten, konnte der heute 18-jährige Philipp Friesen gerade so einen Basketball in seinen Händen halten. Heute gehört der Aufbauspieler zur neuen Generation bei den Red Eagles, die sich jüngst einen Platz im Oberliga-Kader erkämpfen konnte. Ein Umstand, der längst nicht selbstverständlich ist.

„Ich würde behaupten, man hat sich im Verein zu lange auf dem Erfolgskader ausgeruht und die Nachwuchsarbeit dadurch über viele Jahre etwas vernachlässigt“, sagt Friesen, der seit August vergangenen Jahres als Freiwilligendienstler beim Kreissportbund arbeitet und dort unter anderem Kita- und Kreis-Olympiaden organisiert und auch bei den Red Eagles Kinderturniere veranstaltet. Seit zehn Jahren spielt Friesen, gebürtig aus Lübbecke, bei den Rathenowern Basketball. Über die zweite Mannschaft, die in der Bezirksliga antritt, empfahl er sich für höhere Aufgaben und wurde wie seine Altersgenossen Nick Lorenz und Max Schäfer im Laufe der Saison ins Training und in den Spielbetrieb der ersten Mannschaft geholt.

Mit Tipps der Kollegen den nächsten Schritt machen

„Gerade am Anfang merkt man, wie man durch das Training große Fortschritte macht“, sagt Friesen, der sich von seinen erfahrenen Kollegen in jeder Einheit etwas abgucken kann. „Die Ballkontrolle von Christopher Neumann, die Ballbehauptung von Moustapha Ndiaye, das Zum-Korb-ziehen von Oliver Brätsch – ein junger Spieler kann hier viel lernen“, so Friesen.

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Gerade die körperlichen Nachteile beim Übergang vom Nachwuchs- zum Männer-Basketball sind eine Herausforderung, um Fuß zu fassen, so der sprungkräftige Pointguard. Aber auch um dieses Defizit zu kompensieren, gab es gute Tipps und Tricks der Mitspieler. „Christopher Neumann sagt immer, ich solle den Gegner mit vielen kurzen Bewegungen müde machen. Ich habe zwar nicht den Körper vieler Oberliga-Spieler, bin dafür aber viel dynamischer.“

Und so kamen Friesen, Lorenz und Schäfer, die schon seit der U11 zusammen spielen, immer wieder zu Einsätzen. Allerdings meist abwechselnd und noch selten zusammen. So rückte Schäfer beispielsweise am vergangenen Wochenende beim 62:76 gegen Königs Wusterhausen in den Kader, als Lorenz und auch Friesen verhindert waren. „Da ist aber kein übergroßer Konkurrenzkampf zwischen uns. Man freut sich vielmehr füreinander“, sagt Friesen, der auch das zweite Meisterrundenspiel gegen Glienicke verpasste. Beim einzigen bisherigen Sieg in den Playoffs, gegen den USV Potsdam II, war er aber dabei. Und genau gegen diesen Gegner geht es auch am heutigen Samstag wieder (17 Uhr).

Vor- und Nachteile eines Aufstiegs

Nur ein Sieg gegen die Landeshauptstädter würde die theoretische Chance auf Meisterschaft und Aufstieg am Leben halten. Bei Friesen schlagen zu diesem Thema aber zwei Herzen in der Brust. „Ein Aufstieg wäre grundsätzlich natürlich Weltklasse. Für die Jugendspieler aber wäre es nicht so gut. Das Niveau wäre aus meiner Sicht im Moment zu hoch.“

Und eine zweite Mannschaft wird bei den Red Eagles in der kommenden Saison aller Voraussicht nach nicht mehr gemeldet. Dafür könnte es zumindest ein U20-Team geben, für das Friesen auch noch spielberechtigt wäre. Eigentlich aber will er sich ohnehin im Team des Trainergespanns Oliver Nickel/Maximilian Heinsdorff festbeißen.

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Ehe der Blick in die nächste Saison geht, gilt es aber noch, die aktuelle Spielzeit so erfolgreich wie möglich zu Ende zu bringen. Talent Philipp Friesen will dazu seinen Teil beitragen – mit möglichst vielen Spielminuten und möglichst guten Leistungen.

Von Ronald Tenbusch

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