Fußball-Landesklasse West

SSV Einheit Perleberg und der Pritzwalker FHV trennen sich torlos

Zum Auftakt der Landesklasse West lieferten sich der SSV Einheit Perleberg und der Pritzwalker FHV ein rassiges Derby, das torlos endete.

Zum Auftakt der Landesklasse West lieferten sich der SSV Einheit Perleberg und der Pritzwalker FHV ein rassiges Derby, das torlos endete.

Perleberg. SSV Einheit Perleberg – Pritzwalker FHV 0:0. Zuschauer: 290. Langeweile? Dieses Spiel war weit davon entfernt, langweilig zu sein, auch wenn sich der SSV Einheit Perleberg und der Pritzwalker FHV nach 90 Minuten torlos trennten. Bis zum Schlusspfiff von Schiedsrichter Henri Pyritz sahen die 290 zahlenden Zuschauer auf dem Kunstrasenplatz des Jahnsportparks ein rassiges Derby zum Auftakt der Fußballsaison in der Landesklasse West.

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Abseits oder nicht? Darüber gab es erhitzte Gemüter

Besonders an einer Szene erhitzten sich die Gemüter der Fans – als Pritzwalks Abwehrversuch nach einem Freistoß an die eigene Querlatte klatschte. Der heranstürmende Brian Hammermeister netzte den Abpraller per Kopf ein. Der Torjubel blieb aber aus, das Schiedsrichtergespann hatte auf Abseits entschieden. Diskussionswürdig, auf jeden Fall. „Der Schiedsrichter hatte so entschieden“, so Einheit-Trainer Maik Arndt etwas zerknirscht, „Pech gehabt“. Für Markus Hinz, Trainer der Pritzwalker, hätte das Tor nach Sachlage zählen müssen – „Glück gehabt.“

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Den beiden Teams war die Nervosität vor dem Derby und gleichzeitigem Auftakt zur Saison anzusehen. Nickligkeiten bestimmten das fußballerische Geschehen zunächst. „Der Schiedsrichter hätte von Anfang an so pfeifen sollen wie ab dem Ende der ersten Halbzeit“, sagte Maik Arndt und geht mit dieser Aussage konform mit seinem Trainerkollegen. Härter durchzugreifen wäre besser für das Prignitzer Prestige-Duell gewesen.

SSV Einheit Perleberg zunächst optisch überlegen

Einheit Perleberg war in den ersten 20 Minuten optisch überlegen, der Pritzwalker FHV lauerte aber immer auf seine Chancen. Und wenn der FHV kam, meist über Jan Eßmann, dann wurde es gefährlich vor dem Tor von Schlussmann Jarno Hesse, der bei einem Fernschuss von Eßmann nur das Klingeln des Querbalkens wahrnahm. Oder als Tony Schulz abzog und Hesse klären musste. Die klarste Chance in einem Spiel, in dem das Geschehen ständig hin und her wog, hatte Einheit mit besagtem Abseitstor.

Auch in der zweiten Halbzeit sahen die Fans beider Lager ihre Teams im Vorwärtsdrang. Markus Hinz lobte seine Mannschaft nach dem Schlusspfiff: „Ich habe gefordert, dass sie mit viel Leidenschaft spielen müssen, und das über 90 Minuten. Das haben sie sehr gut gemacht und mutig nach vorne gespielt.“ Mit ein bisschen mehr Torglück, hätte es am Ende auch 3:3 stehen können. Da waren sich die beiden Trainer ebenfalls einig. „Wir haben gegen einen absolut starken Gegner gespielt“, sagt Einheit-Trainer Arndt nach der Partie, „Pritzwalk wird wohl ganz oben mitspielen.“ Was seine Mannschaft besser machte war auch einer intensiven Vorbereitung geschuldet. „Wir haben nachher im kämpferischen und konditionellen Bereich mehr gehabt, da sind die Pritzwalker ein bisschen eingebrochen“, so Arndt.

Perleberger Lattenknaller beendet das Prignitz-Derby

So geschehen nach der Sturm- und Drangphase des FHV um die 75. Minute herum, als auch immer wieder gefährliche Bälle vor das Perleberger Tor kamen, die Chancen aber nicht genutzt wurden. Zuletzt standen die in Rot gekleideten Perleberger fast nur noch in der gegnerischen Hälfte. Lewin Julius Neukirch, der verletzt in die Partie ging, ließ mit einem Lattenknaller noch einmal aufhorchen. Das 0:0 blieb bis zum Abpfiff. „Wir haben zu Null gespielt, ein Punkt auswärts“, sagte Markus Hinz nach 90 Minuten, „das war auf jeden Fall aufschlussreich für die nächsten Spiele.“ Und Maik Arndt sah sein Team in der Landesklasse angekommen und wies auf das Positive hin: „Wir haben nicht verloren und kein Gegentor bekommen, alles gut.“

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