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2. Basketball-Bundesliga ProB

TKS-49ers-Coach Pastushenko: „Es war eine schwierige Zeit“

Endlich kann es wieder losgehen: Trainer Vladimir Pastushenko und die TKS 49ers starten in die neue Saison.

Endlich kann es wieder losgehen: Trainer Vladimir Pastushenko und die TKS 49ers starten in die neue Saison.

Stahnsdorf. Fast ein halbes Jahr ist seit dem letzten Spiel der TKS 49ers in der 2. Basketball-Bundesliga ProB vergangenen. In der ersten Runde der Playoffs waren die Stahnsdorfer in zwei Spielen an den Dresden Titans gescheitert. Seither hieß es abwarten, schütteln und neu aufstellen, um zum Start der neuen Spielzeit am Sonntag beim SC Rist Wedel (17 Uhr) wieder voll angreifen zu können.

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„Ich gebe zu: Es war eine schwierige Zeit, so lange ohne Pflichtspiel. Entsprechend groß ist nun die Freude, dass es wieder losgeht“, sagt Vladimir Pastushenko, der seit mittlerweile 20 Jahren in verschiedenen Rollen Teil des RSV Eintracht/TKS 49ers ist und die spielfreie Zeit dafür nutzte, seinen Vertrag als Headcoach gemeinsam mit Co-Trainer Dorian Coppola um ein weiteres Jahr zu verlängern. Ein Signal an die Mannschaft, die dem Beispiel ihres Trainers auf vielen Positionen folgte. Allen voran Leistungsträger wie Robin Jorch und Yannick Hildebrandt nutzten die spielfreie Zeit ebenfalls, um ihren Kontrakt bei den TKS 49ers zu verlängern. Es gab aber auch prominente Abgänge.

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Vor allem der Abschied von Kapitän Sebastian Fülle, der fortan in der 1. Basketball-Regionalliga Nord bei den Berlin Braves aufläuft, hat ein Loch bei den Stahnsdorfern hinterlassen. Hinzu kamen die Abgänge von Alex Giese, Nico Kaml, Linus Briesemeister und Niklas Ney. "Wir haben vier der fünf ältesten Spieler im Kader verloren. Natürlich haben wir da Erfahrung abgegeben, die wir aber hoffentlich mit hohem Einsatz ausgleichen können", so Pastushenko, der sich zudem mit den personellen Ergänzungen, die das Management der TKS 49ers ihm zur Verfügung gestellt hat, zufrieden zeigt.

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Gerade die Verpflichtung von Shooting Guard Quirin Emanga, der bereits Bundesliga- und Champions-League-Erfahrung aus seiner Zeit in Ludwigsburg mitbringt und zuletzt am College in Boston aktiv war, lässt aufhorchen. "Emanga ist zwar erst 21 Jahre alt, aber er ist dennoch bereits ein erfahrener Spieler, der viel gesehen hat und dem Team sofort helfen kann", sagt Pastushenko.

Selbiges gilt für Andrii Kozhemiakin. Der Landsmann des Trainers kam vor einigen Wochen als Flüchtling aus der Ukraine in die Region. Bei den Stahnsdorfern war man noch auf der Suche nach einem erfahrenen Guard, der neben Eigengewächs Jordan Müller die Position besetzen kann. Da bot sich ein Engagement von Kozhemiakin, der in der Ukraine bereits in der ersten Liga bei BC Dnipro spielte, an. Dass entgegen der eigentlichen Philosophie, auf junge Spieler aus dem Berliner und Brandenburger Raum zu setzen, in diesem Sommer sogar ein zweiter internationaler Spieler verpflichtet wurde, war ein Zufall.

„Einen Sieg einzuplanen, ist in dieser Liga ganz schwierig“

Der luxemburgische U-Nationalspieler Dino Ceman kam im Sommer für sein Maschinenbau-Studium an der Technischen Universität nach Berlin. Über Ex-49ers Coach Denis Toroman kam diese Info nach Stahnsdorf und ein weiteres Puzzleteil für die Saison war gefunden. Dass mit dem 17-jährigen Center Ben Defty aber ein weiteres Talent zum Kader hinzustößt, zeigt, dass der Fokus weiter auf der Ausbildung von veranlagten Nachwuchskräften liegt. „Wir wollen jungen Spielern im Berliner Raum eine Perspektive bieten“, erklärt Vladimir Pastushenko. Angeführt von Neu-Kapitän Robin Jorch, den der Trainer nicht nur wegen seiner spielerischen Fähigkeiten, sondern auch wegen seiner sozialen Kompetenzen ausgewählt hat, soll in dieser Saison wieder möglichst früh der Klassenerhalt gesichert werden, dann darf der Blick gerne auch auf eine dritte Playoff-Teilnahme in Folge gerichtet werden, so der Coach.

Robin Jorch (l.) führt die TKS 49ers fortan als Kapitän aufs Pakett.

Robin Jorch (l.) führt die TKS 49ers fortan als Kapitän aufs Pakett.

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Die Vorbereitung mit sechs Siegen aus sieben Testspielen will der erfahrene Trainer nicht überbewerten. Die größten Erkenntnisse hätte er ohnehin aus der klaren Pleite gegen den tschechischen Erstligisten Sluneta Usti gezogen. „Die hatten fünf US-Amerikaner in ihren Reihen und sind unter den Körben ganz anders zu Werke gegangen. Für die jungen Spieler war es aber wichtig zu sehen, wie körperlich Basketball sein kann“, so der 50-Jährige. Optimistisch stimme ihn, dass die Chemie im Team stimmt und die Bereitschaft, dazuzulernen.

„Wir sind noch nicht da, wo wir mal sein wollen. Aber junge Teams haben die Möglichkeit, sich innerhalb einer Saison zu entwickeln. Das ist alles ganz normal“, so Pastushenko, der zum Auftakt gegen Rist Wedel keine Wunderdinge erwartet. „Ganz ehrlich: Einen Sieg einzuplanen, ist in dieser Liga ganz schwierig. Wir reisen am Spieltag mit Kleinbussen an, das kostet immer ein paar Prozente. Klar ist aber auch: Wir wollen immer gewinnen und werden die Partie auf jeden Fall auf Augenhöhe gestalten.“ Hauptsache, der Ball fliegt wieder.

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