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Fußball-Regionalliga Nordost

Nahes Ende der „geilen Jahre“ für den Luckenwalder Co-Trainer Steve Müller

Co-Trainer Steve Müller (r.) gibt FSV-Fußballer Pascal Borowski taktische Anweisungen.

Co-Trainer Steve Müller (r.) gibt FSV-Fußballer Pascal Borowski taktische Anweisungen.

Luckenwalde.90 Punktspielminuten trennen die Luckenwalder Regionalligafußballer noch vom Gang in die verdiente Sommerpause. Zum Saisonabschluss ist der FSV 63 beim 1. FC Lok Leipzig zu Gast. Die Partie des 38. und letzten Spieltages der Regionalliga Nordost wird am Sonntag um 13 Uhr von Schiedsrichter Christoph Dallmann im Bruno-Plache-Stadion der sächsischen Metropole angepfiffen.

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Steve Müller wird an diesem Wochenende zum letzten Mal als Co-Trainer des FSV 63 an der Seite von Chefcoach Michael Braune auf der Luckenwalder Bank sitzen. Der 36-Jährige zieht sich auf eigenen Wunsch zurück. „Ich habe für mich entschieden, dass ich nach langer Zeit der Doppelbelastung aus Arbeit und Fußball an einem Punkt bin, wo ich eine Pause brauche“, begründet Müller den Schritt, „die Arbeit als Experte für Baufinanzierungen nimmt so viel Zeit in Anspruch, dass ich nicht mehr hundertprozentig für die Mannschaft und Chefcoach Micha Braune da sein kann. Deshalb werde ich mich auf das Private konzentrieren, vom Fußball loslassen und durchatmen. Dann werde ich schauen, was die Zukunft bringt. Momentan brauche ich erstmal eine Auszeit.“

Vom VfL Gräfenhainichen zum 1. FC Magdeburg

1985 in Halle an der Saale (Sachsen-Anhalt) geboren, begann Steve Müller beim VfL Gräfenhainichen im Landkreis Wittenberg mit dem Fußballspielen. Im Nachwuchs des 1. FC Magdeburg wurde sein Talent weiter gefördert. In dieser Zeit kam Müller zu mehreren Einsätzen in den deutschen U17- und U18-Nationalmannschaften.

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2005 wechselte er zum VfL Wolfsburg. In den Folgejahren zählten der VfB Lübeck, der FC Erzgebirge Aue, der Wuppertaler SV Borussia, Holstein Kiel, Hertha BSC II und die TSG Neustrelitz zu seinen sportlichen Stationen, bevor der Innenverteidiger im Sommer 2016 zum FSV 63 Luckenwalde wechselte. Dort beendete Müller vier Jahre später seine aktive Laufbahn. Seit Sommer 2020 gehört er dem Trainerstab der Luckenwalder an.

Dankbar für sechs unheimlich „geile Jahre“

Die letzten sechs Jahre seiner Laufbahn als Fußballer und Coach wird Müller in guter Erinnerung behalten. „Das einzigartige Merkmal des FSV 63 ist, dass der Verein eine große Familie ist“, so der scheidende Co-Trainer, „egal, in welchem Bereich man Probleme hat, einer ist für den anderen da. Angefangen vom Präsidenten, über die Vorstandsmitglieder bis hin zu den Team- und Mannschaftskollegen. Nicht umsonst sind wir alle Freunde geworden. Insofern gehe ich natürlich auch mit einem weinenden Auge. Ich habe sechs wundervolle Jahre in Luckenwalde verbracht. Der Verein hat es mir ermöglicht, parallel zum Sport eine Ausbildung zu absolvieren. Mittlerweile habe ich im Job Fuß gefasst. Deshalb kann ich rückblickend sagen, ich bin einfach nur dankbar für sechs unheimlich geile Jahre, die mir riesen Spaß gemacht haben.“

Für sein letztes Mal in der Funktion des FSV-Co-Trainers am Sonntag beim 1. FC Lok Leipzig hat Müller klare Vorstellungen. „Ich will einfach sehen, dass die Mannschaft einfach rausgeht und Spaß hat am Fußballspielen“, so der 36-Jährige, „dass sie das umsetzt, was wir ihr als Trainerteam vorgeben und was wir ihr versucht haben, mit an die Hand zu geben.“ Nach einer langen Spielzeit solle noch einmal über 90 Minuten alles rausgehauen werden, betont Müller. „Am schönsten ist es natürlich, die Saison erfolgreich zu beenden. Wenn sich jeder reinhaut und alles abruft, und davon bin ich wirklich überzeugt, dann können wir bei Lok Leipzig auch drei Punkte holen. Das wäre ein tolles Ende meiner Luckenwalder Co-Trainerzeit und ich würde mich darüber sehr freuen.“

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Erholung vom Meisterschaftsstress unter griechischer Sonne

Nach dem letzten Punktspiel der Saison 2021/22 fliegt ein Großteil der Regionalligafußballer des FSV 63 Anfang kommender Woche gen Süden, um sich unter griechischer Sonne von den Strapazen der anstrengenden Meisterschaftsrunde zu erholen. Steve Müller stößt jedoch erst später dazu, weil es aus beruflichen Gründen nicht anders geht. „Es wird jedoch noch genügend Zeit sein, um Gespräche zu führen und mit dem einen oder anderen ein Kaltgetränk zu mir zu nehmen“, so Müller.

Von Frank Neßler

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