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Kreisoberliga Prignitz/Ruppin

SV 90 Fehrbellin verschafft sich Luft, Dreetz-Kicker nicht mehr zu retten

Zaatzkes Markus Friedl (l.) im Duell mit dem Fehrbelliner Alexander Wachs (r.).

Zaatzkes Markus Friedl (l.) im Duell mit dem Fehrbelliner Alexander Wachs (r.).

Prignitz/Ruppin. Fünf Partien hatte der 23. Spieltag in der höchsten Spielklasse des Fußballkreises Prignitz/Ruppin zu bieten. Außerdem standen zwei Nachholspiele auf dem Programm.

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Fußball-Kreisoberliga, 23. Spieltag: Pankower SV – Blumenthal/Grabow 5:5 (3:1). Tore: 1:0 Marvin Reiche (5.), 2:0 Tony Schulz (12.), 3:0 Dominic Hartmann (26.), 3:1 Jace Vierke (32.), 3:2 Tom Haber (40.), 3:3 Niklas Zöllich (51.), 4:3 Brian Hammermeister (70.), 4:4 Lukas Milord (80.), 5:4 Schulz (83.), 5:5 Marcel Weckwerth (87./Strafstoß). Zuschauer: 130. Der Eintritt am Freitagabend hat sich gelohnt: Während die Fans zehn Tore bestaunen durften, hätten sich die Trainer den großen Unterhaltungsfaktor zumindest in den eigenen Defensivreihen gerne erspart. "Wir führen 3:0 und müssen die drei Punkte auch eigentlich mitnehmen, Blumenthal hat aber nie aufgegeben und unsere Fehler ausgenutzt", erklärte PSV-Coach Marco Hammermeister. Grabow-Trainer Ralf Lengert sah seine Elf 25 Minuten im Schlafmodus, man lud den Gegner ein, Tore zu schießen. Eine weitere Hiobsbotschaft war die verletzungsbedingte Auswechslung von Spielmacher René Steinhauer. "Danach ging ein Ruck durch die Mannschaft, anschließend waren wir das bessere Team und kämpften uns immer wieder zurück. Das war Werbung für den Fußball in der Kreisoberliga", lobte Lengert.

Stahl Wittstock: Erste Halbzeit pfui, nach dem Seitenwechsel hui

Stahl Wittstock – Meyenburger SV 3:3 (1:3). Tore: 0:1 Benjamin Deutschmann (20./Eigentor), 0:2 John Ungnade (27.), 1:2 Patrick Schönfeldt (37.), 1:3 Fadel Alkhalawi (43.), 2:3 Schönfeldt (56./Strafstoß), 3:3 Mathias Dannehl (78.). Rote Karte: Michael Sassenhagen (67./Tätlichkeit/Stahl). Zuschauer: 157. "Wir haben die erste Halbzeit verpennt", ärgerte sich Dietmar Andree. Der Stahl-Coach rüttelte seine Schützlinge während der Halbzeitpause aber wach: "Ich habe der Mannschaft gesagt, dass wir auch dazu in der Lage sind, drei Tore in 45 Minuten zu erzielen." Immerhin zweimal durften Andree und Co. nach dem Seitenwechsel jubeln – aus einem 1:3 machten die Stahl-Kicker ein 3:3. "Mit ein bisschen mehr Glück gelingt uns sogar noch der vierte Treffer, insgesamt geht das Remis aber in Ordnung." Nicht einverstanden war Dietmar Andree mit dem Platzverweis für Michael Sassenhagen: "Er hat seinen Gegenspieler ein bisschen geschubst, was dieser aber mit seiner Theatralik daraus gemacht hat, war zu viel. Da hätte eine Verwarnung gereicht."

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Garz-Hoppenrade – TSV Wustrau 2:1 (2:1). Tore: 0:1 Domenic Dean Biemann (5.), 1:1 Franz Arndt (30.), 2:1 Eric Pörschke (39.). Zuschauer: 80. Für den TSV geht das Zittern weiter: Trotz früher Führung und einer engagierten Anfangsphase mussten sich die personell nicht auf Rosen gebetteten Wustrauer in der Prignitz geschlagen geben. Heimtrainer Daniel Klukas war mit dem Spiel seiner Elf nach der Startviertelstunde zufrieden: "Als wir gut und gerne schon 0:2 hätten zurückliegen können, fingen wir endlich an, Ball und Gegner laufen zu lassen." Ein Standard brachte den Ausgleich, noch vor der Pause drehten die Hausherren sogar die Partie. Der zweite Durchgang war zäh, viele kleine Fouls ließen keinen Spielfluss zustande kommen. "Wenn wir unsere Konter ordentlich ausspielen, fällt das 3:1. So blieb es bis zum Ende spannend", resümierte Klukas.

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Rot-Weiß Kyritz – Union Neuruppin II 2:2 (0:1). Tore: 0:1 Ahmad Salama Alalawesh (26.), 1:1 Driton Baliu (48.), 1:2 Marwin Eckstorff (58.), 2:2 Baliu (78.). Rote Karte: Cornel Strauß (89./Notbremse/Kyritz). Zuschauer: 47. Zwei Tage zuvor unterlagen die Kyritzer noch bei der Union-Reserve, am Sonntag glückte immerhin ein Punktgewinn. "Der Kader ist arg angeschlagen, die Jungs, die da sind, haben sich aber voll reingeworfen", lobte Ronny Krapat, der den verletzten Mario Schneider an der Seitenlinie vertrat. Möglichkeiten gab es auf beiden Seiten, jeweils in Führung ging aber die Gildenhaller Landesklassen-Reserve. Routinier Driton Baliu glich für den Gastgeber zweimal aus: "Wir sind nicht unzufrieden, der Punkt geht für beiden Seiten in Ordnung."

SV 90 Fehrbellin – SV Dreetz 2:1 (1:0). Tore: 1:0 (7.), 1:1 Johannes Michaelis (49.), 2:1 (67.). Zuschauer: 85. Nach der knappen Auswärtsniederlage steht fest: Der SV Dreetz kann in den noch ausstehenden vier Partien den letzten Tabellenplatz nicht mehr hergeben und steigt in die Kreisliga ab. Und das, obwohl man in der Rhinstadt zumindest im zweiten Durchgang eine der besten Saisonleistungen auf den grünen Rasen brachte. "Wir scheitern leider zweimal am Aluminium, mindestens ein Punkt war drin", erklärte SVD-Kicker Tobias Plätke, der erst verspätet vor Ort erschien: "Der Flieger aus Malle hatte zwei Stunden Verspätung, das war anders geplant." Die 90er, die bereits am Freitagabend im Einsatz waren, machten das Sechs-Punkte-Wochenende perfekt. "Zur Halbzeit müssen wir schon 3:0 führen, dann wäre alles ruhiger gewesen. Insgesamt war die Laufbereitschaft nicht gut, Dreetz war nach der Pause die bessere Mannschaft", gestand Fehrbellins Spielertrainer Richard Hasse.

Zwei Nachholspiele, zwei Heimsiege

Nachholspiel vom 21. Spieltag: SV 90 Fehrbellin – BSV Zaatzke 5:0 (2:0). Tore: 1:0, 2:0, 3:0 Christian Krahl (19., 20., 52.), 4:0 Marcus Krahl (58./ Strafstoß), 5:0 Tobias Wilde (60.). Zuschauer: 72. Der Nachholkick wurde am Freitagabend zur klaren Angelegenheit. "Wir sind sehr souverän aufgetreten, haben verdient gewonnen", fand der noch immer verletzt fehlende Richard Hasse. Der 90er-Spielertrainer sah, dass Christian Krahl seine Farben mit einem Doppelschlag auf Kurs brachte, nach dem Seitenwechsel legten die Rhinstädter noch nach.

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Nachholspiel vom 10. Spieltag: Union Neuruppin II – Rot-Weiß Kyritz 1:0 (1:0). Tor: Lauritz Hergert (14.). Zuschauer: 44. Die nur zu elft angereisten Kyritzer erlitten bereits nach wenigen Spielminuten den nächsten Schock: Trainer Mario Schneider, der selbst die Töppen schnüren musste, erlitt einen Achillessehnenriss und musste ins Krankenhaus gebracht werden. "Großer Dank geht an die medizinische Betreuung der Unioner, die sich gut um mich gekümmert haben", lobte Schneider. Auch zu zehnt machten die Kyritzer dem Gastgeber das Leben schwer. "Wir haben den Ball zu langsam laufen lassen, der Sieg war schmeichelhaft", sagte Union-Coach Manfred Andriof.

Von Marius Böttcher

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