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Fußball-Regionalliga Nordost

Torwart-Treffer verhindert nächsten Sieg des SV Babelsberg 03

Trifft in bester Stürmermanier: VSG-Torhüter Leon Bätge (grünes Trikot) erzielt das Tor zum 2:2-Endstand für Altglienicke.

Trifft in bester Stürmermanier: VSG-Torhüter Leon Bätge (grünes Trikot) erzielt das Tor zum 2:2-Endstand für Altglienicke.

Potsdam. Bis zur 96. Spielminute sah es danach aus, dass der SV Babelsberg 03 im dritten Punktspiel der Regionalliga-Nordost-Saison seinen dritten Sieg feiern könnte. Dann glich Torhüter Leon Bätge von der VSG Altglienicke mit der allerletzten Aktion des Spiels im Anschluss an eine Ecke doch noch zum 2:2 (0:1) aus. Nachdem die Filmstädter durch ein Eigentor von Saibo Ibraimo in Durchgang eins in Rückstand gerieten (26. Minute), drehten Matthias Steinborn (47.) und Rico Gladrow (63.) die Begegnungen mit ihren Treffern vor 2106 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion am Freitagabend zunächst, ehe die Gäste den Schlusspunkt setzten.

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SVB-Trainer Markus Zschiesche vertraute der gleichen Startelf, die am vergangenen Spieltag mit 1:0 bei Hertha BSC II gewonnen hatte. Neuzugang Rudolf Nduala nahm zunächst einmal auf der Bank Platz.

Ibraimo trifft ins eigene Tor

In einer Partie, in der beide Teams stets um spielerische Lösungen bemüht waren, setzte VSG-Angreifer Patrick Breitkreuz einen ersten Warnschuss ab, der nach drei Minuten sichere Beute von Nulldrei-Keeper Luis Klatte wurde. In der Folgezeit hatten die Gäste von Minute zu Minute mehr vom Spiel, ohne sich zunächst klare Chancen zu erspielen. Auf der anderen Seite packte Altglienickes Schlussmann Leon Bätge bei einer Flanke von Rico Gladrow kurz vor dem heraneilenden Daniel Frahn beherzt zu (19.).

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Die zu diesem Zeitpunkt nicht unverdiente Gästeführung fiel nach 26 Minuten im Anschluss an einen Freistoß von der rechten Seite. Nachdem Klatte eine verunglückte Kopfball-Abwehr von Mitspieler Mateo Kastrati noch stark parieren konnte, bugsierte Ibraimo das Leder nach der folgenden Hereingabe eines Berliners ins eigene Tor. Insgesamt ließen die Gastgeber ihren Gegnern im ersten Durchgang viel zu viel Platz, sodass diese ihre herausragende individuelle Qualität oftmals ziemlich ungestört ausspielen und den Ball sehenswert durch ihre Reihen laufen lassen konnten. Vor allem Kolja Nuno Oudenne und Peterson Appiah bereiteten Nulldrei über die linke Angriffsseite der Berliner immer wieder Probleme.

Matthias Steinborn gleicht sehenswert aus

Mit dem ersten richtigen Torschuss seines Teams stellte Steinborn für die Babelsberger keine zwei Minuten nach dem Seitenwechsel – nach einem sehenswerten Solo und einem platzierten Rechtsschuss aus rund 16 Metern – auf 1:1. Der Routinier mit der Rückennummer 23 erzielte damit seinen zweiten Saisontreffer und bestrafte die VSG dafür, dass sie aus ihrer Überlegenheit in Durchgang eins zu wenig Profit geschlagen hatte.

Nach einer knappen Stunde kam Ndualu zu seinem Debüt am Babelsberger Park und ersetzte den insgesamt unauffällig agierenden Dominik N’Gatie auf der rechten Offensivseite. Die Kiezkicker agierten in Durchgang zwei deutlich griffiger und ließen die Gäste nicht mehr so zur Entfaltung kommen. Als Gladrow sich nicht lange bitten ließ und aus rund 22 Metern einfach mal abzog, hatte Nulldrei das Spiel nach 63 Minuten plötzlich gedreht, weil Bätge bei dem tückischen Aufsetzer des Babelsbergers nicht die beste Figur machte.

Starke Paraden von Luis Klatte

Nachdem der SVB bei einem vermeintlichen Handspiel von David Danko Glück hatte, dass die Pfeife von Schiedsrichter Jens Klemm stumm blieb (70.), scheiterte Steinborn nach einem Zuckerpass von Gladrow an Bätge und vergab eine mögliche Vorentscheidung (74.). In der Folge machten die Gäste mächtig Druck und hatten bei einem Lattentreffer von Oudenne auch nicht das nötige Quäntchen Glück auf ihrer Seite (80.).

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In der Schlussphase verteidigten die Gastgeber die knappe Führung mit viel Einsatz und dank eines ganz stark aufgelegten Luis Klatte zwischen den Pfosten, der nicht mehr bezwingbar schien. Dann schlug sein Gegenüber in bester Stürmermanier aber doch noch zu und sicherte seinem Team einen mit Blick auf den Zeitpunkt glücklichen, über das Spiel betrachtet aber verdienten Zähler.

VSG-Coach Karsten Heine befand nach der Partie: „Für alle im Stadion war das ein sehr attraktives Spiel, das wir in der ersten Halbzeit klar domiert haben. Wir waren da aber bei den Abschlüssen nicht konsequent genug und hätten aus der Überlegenheit gerne noch ein Tor mehr vorlegen können. Das hat sich nach der Pause durch die beiden Weitschusstore gerächt und dann rennst du dem Rückstand hinterher. Was mir gefallen hat war, dass unsere Truppe nicht aufgesteckt hat. Am Ende ist so ein spätes Tor immer glücklich, aber aus meiner Sicht mehr als verdient.“

Sein Trainerkollege Markus Zschiesche stimmte ihm zu: „Für die Zuschauer war es ein unglaubliches Spiel, mit allen Emotionen, mit aller Leidenschaft, mit aller Qualität. An die erste Halbzeit machen wir ganz klar einen Haken dran, auch wenn Altglienicke das überragend gespielt hat. Ich war dann froh, dass Halbzeit war. Wir haben uns dann gesammelt, waren präsent in den Zweikämpfen und haben relativ wenig klare Torchancen zugelassen. Wir verpassen es dann selbst, die sich bietenden Möglichkeiten zu nutzen und zu gewinnen. Am Ende muss man aber ganz klar sagen: Das ist ein ganz gerechtes 2:2.“

SV Babelsberg 03: Klatte – Rausch, Sietan, Ibraimo, Kastrati (90.+2 Fuchs) – Danko (81. Gencel) – Cakmak, Gladrow (81. Wegener) – N'Gatie (56. Ndualu), Frahn, Steinborn (81. Reimann).

VSG Altglienicke: Bätge – Belegu (78. Uzan), Zeiger, Häußler, Brehmer – Büch – Mensah, Fontein (64. Shoshi), Oudenne, Appiah (64. Cigerci) – Breitkreuz.

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