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Fußball-Kreisliga Ost Prignitz/Ruppin

Ruf der Emotionen: Trainer Paul Damrow verlässt den RSV Maulwürfe

Sören Lieske (l.) und André Wagner bilden das neue Trainer-Duo bei den „Maulis“ und beerben Paul Damrow, den es nach Lindow zieht.

Sören Lieske (l.) und André Wagner bilden das neue Trainer-Duo bei den „Maulis“ und beerben Paul Damrow, den es nach Lindow zieht.

Lindow. Die Wechselspiele bei den Fußballvereinen der Region haben nicht nur auf Landesebene mächtig Fahrt aufgenommen. In der Kreisliga Ost gibt es an zwei Seitenlinien Veränderungen, wie nun bekannt wurde: Paul Damrow verlässt den Ruppiner Sportverein Maulwürfe nach vier Jahren und schließt sich zur neuen Saison dem Aufsteiger Lindower SV an. Der erst 24-jährige Trainer folgt damit auf Torsten Schmiegelt, der die Kicker aus der Drei-Seen-Stadt, die zuletzt eine Spielgemeinschaft mit den Hindenberger Füchsen bildeten, zum Staffelsieg in der Kreisklasse Süd führte. Künftig ist der Lindower SV aber wieder als eigenständiger Verein im Spielbetrieb aktiv – und eben mit einem neuen Mann auf der Trainerbank: Jungcoach Paul Damrow.

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„Das ist vor allem eine emotionale Entscheidung für mich“, erklärt der gelernte Krankenpfleger. Im Dörfchen Vielitz, nur wenige Kilometer von Lindow entfernt, wuchs Damrow auf, Vater Lutz (45) gehört zudem immer mal wieder zum Aufgebot der ersten Mannschaft. „Dem Alter geschuldet ist er nicht mehr so aktiv, kommt aber trotzdem noch auf seine Einsätze, zumal Papa bei der Trainingsbeteiligung vorne dabei ist“, erklärt der Sohnemann, der gleichzeitig der neue Trainer ist: „Damit geht für mich ein Traum in Erfüllung, gemeinsam mit seinem Vater in einer Mannschaft aktiv zu sein. Das war ausschlaggebend für den Wechsel, diese Möglichkeit musste ich jetzt wahrnehmen, sonst hätte ich es irgendwann bereut.“

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Gleichwohl der wissbegierige Damrow, der nach zwei Kreuzbandrissen im Jugendalter schon früh die Töppen an den Nagel hing und erste Trainer-Erfahrungen im Nachwuchsbereich von Union Neuruppin sammeln durfte, den „Maulwurfshügel“ mit einem weinenden Auge verlässt: „Es ist mir extrem schwer gefallen, ich musste auch einige Zeit darüber nachdenken. Es war meine erste Station als Trainer im Männerbereich, als 20-Jähriger habe ich damals das Vertrauen vom RSV erhalten. Das ist nicht selbstverständlich.“ Nicht wenige Freundschaften haben sich entwickelt, mit Marvin Marienfeld gehört unter anderem sein Trauzeuge zu den „Maulis“, verrät Paul Damrow, der den Schritt nach vier Jahren dennoch für richtig hält, „da mich in Lindow eine junge und motivierte Truppe und vielleicht auch noch der eine oder andere Neuzugang erwartet. Ich habe Lust auf die Herausforderung und wünsche den Maulwürfen nur das Beste.“

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In Gühlen-Glienicke, wo der RSV seine Heimpartien austrägt, habe man bereits auf die Hiobsbotschaft reagieren können. Aus den eigenen Reihen rückt der bisherige Co-Trainer Sören Lieske in der Rangfolge nach oben, ihm zur Seite steht mit André Wagner, der in der abgelaufenen Saison aus Verletzungsgründen nur zu vier Einsätzen kam, ebenfalls kein Unbekannter. Dem Team stellte sich das neue Trainergespann bereits vor, der ersten Besprechung folgten 15 Kicker. Und eines gaben die „Maulis“ ihrem Ex-Coach noch zwinkernd mit auf den Weg: „Gepunktet wird nächste Saison gegen den Ex-Verein nicht.“

Von Marius Böttcher

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