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2. Handball-Bundesliga

Beim VfL Potsdam: Besondere Beziehung zwischen Maxim Orlov und Bob Hanning

Will auch gegen Ludwigshafen jubeln: Maxim Orlov.

Will auch gegen Ludwigshafen jubeln: Maxim Orlov.

Potsdam. Von den VfL-Fans wurde er zum „Adler der Saison“ gewählt, in den ersten beiden Zweitliga-Partien warf er die meisten Tore. Maxim Orlov ist einer der Garanten dafür, dass die Potsdamer Handballer auch im deutschen Unterhaus nahtlos an ihre Top-Leistungen aus den vergangenen Monaten anknüpfen. In das dritte Liga-Duell am Sonnabend, wenn Die Eulen Ludwigshafen ab 19 Uhr in der MBS-Arena zu Gast sind, gehen Orlov und Co. als Spitzenreiter. „Man guckt schon mal auf die Tabelle und grinst. Aber die Saison ist noch lang. Wir machen uns keinen Druck und wollen die gute Laune und die positive Euphorie einfach mitnehmen“, erklärt der 20-Jährige, der das Team, so lange Karl Roosna noch ausfällt, als Kapitän auf die Platte führt.

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Dem gebürtigen Ferndorfer (Nordrhein-Westfalen), dessen Eltern aus Belarus stammen, wurde der Handballsport bereits in die Wiege gelegt. Vater Alex spielte in der Heimat in Minsk Champions League, wurde später aber von einem gewissen Bob Hanning, heute Trainer des VfL Potsdam, nach Deutschland gelotst. "Papa spielte unter Bob in Solingen, ich glaube die sind sogar zusammen in die 1. Bundesliga aufgestiegen", sagt Orlov, der seinen Jugendverein, TuS Ferndorf, mit 15 Jahren Richtung Minden verließ. Die beiden B-Junioren-Spielzeiten stand er für GWD auf der Platte, Hanning streckte aber wie schon beim Papa auch nach Maxim die Fühler aus: "Einmal habe ich Bob abgesagt, ein Jahr später hatte er wieder angeklopft. Da wusste ich: Jetzt oder nie. Ich habe es nicht bereut, Bob hat großen Anteil an meiner Entwicklung, weil er kritisch mit mir war und ist und ich gelernt habe, damit umzugehen."

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In Berlin, wo er im Pankower Ortsteil Weißensee lebt, feierte der zentrale Rückraumspieler zwei nationale Meisterschaften mit den A-Junioren der Füchse, ehe es vor einem Jahr nach Potsdam ging. An der Havel war er einer der entscheidenden Faktoren für den Aufstieg. Doch nicht nur auf sportlicher Ebene fühlt er sich wohl: „Ich mag Potsdam, es ist ein gutes Gegenstück zu Berlin, ruhiger und niedlicher. Außerdem wohnt meine Freundin hier.“ Auch die familiäre Atmosphäre hat es Maxim Orlov angetan, man kennt sich, gibt sich die Hand und führt Gespräche mit Klein und Groß, wie er verrät: „Wir begeistern die Leute mit dem, was wir tun. Nach dem Heimspiel gegen Bietigheim habe ich mich mit ein paar Zuschauern ausgetauscht und nur positives Feedback erhalten. Mir macht es auch Spaß, den vielen Kids, die nach dem Spiel auf dem Feld umherwirbeln, zuzusehen.“

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Das Erfolgsrezept hat Trainer Bob Hanning Woche für Woche parat, erklärt Orlov: „Wir funktionieren als junges Team, weil Bob uns immer wieder runterholt. Wir starten stets bei Null, heben auch nach guten Spielen oder Siegesserien nicht ab und geben immer wieder Vollgas.“ Zudem herrsche eine extrem gute Atmosphäre, die sich folgerichtig auf der Platte widerspiegelt. Und: Obwohl die Teamchemie stimmt, hat jeder Einzelne das Ziel, den nächsten Schritt zu machen, besser zu werden und das Maximale aus sich herauszuholen – in jeder Partie, in jeder Trainingseinheit, jeden Tag. Nicht umsonst hat Orlov in seinem Instagram-Profil zu stehen: „motivated by the fear of being average“ (deutsch: motiviert von der Angst, durchschnittlich zu sein).

Orlov über Gegner Die Eulen: „Nicht blenden lassen“

Aus jenem Grund peilen die Handballer am Sonnabend den dritten Saisonsieg an. Angesprochen auf den Gegner aus dem Ludwigshafener Stadtteil Friesenheim, der mit zwei Niederlagen gestartet ist, betont Maxim Orlov: „Eine harte Aufgabe. Wir dürfen uns nicht blenden lassen, mit Balingen und Eisenach hatten die Eulen keinen leichten Auftakt.“ Mit Respekt, vor allem aber einer breiten Brust, geht der Potsdamer Lenker und Denker, der englischsprachig Digitales Marketing studiert, in das Duell. Neben dem größtmöglichen Erfolg mit dem VfL erhofft sich der Junioren-Nationalspieler auch die Nominierung für die Heim-WM 2023 mit der U21 und „irgendwann den Sprung in die 1. Bundesliga“. Im Trikot der Füchse, für die er ein Zweitspielrecht besitzt? „Von mir aus gerne mit Potsdam. Aber das sind noch Träumereien.“

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