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2. Handball-Bundesliga

VfL Potsdam empfängt Coburg: Rückkehr in die Wohlfühloase für Jan Jochens

Jubelte viele Jahre als Adler: Jan Jochens.

Jubelte viele Jahre als Adler: Jan Jochens.

Potsdam. Das letzte Mal auf der Platte der Potsdamer MBS-Arena stand Jan Jochens im Juni 2021, als die Handballer des VfL im Aufstiegsfinale gegen Empor Rostock den Kürzeren zogen. Zu Besuch war der Torhüter aber auch Ende Mai dieses Jahres, um seinen ehemaligen Kollegen im entscheidenden Spiel um den Einzug in die 2. Bundesliga gegen Pforzheim/Eutingen die Daumen zu drücken. „In Potsdam hatte ich sportlich die bisher schönste Zeit in meiner Laufbahn“, sagt der 21-Jährige, „ich drücke dem VfL noch immer die Daumen. Nur eben gegen uns nicht.“ Uns ist der HSC Coburg, der am Sonnabendabend (19 Uhr) zum Zweitliga-Duell zu Gast an der Havel ist.

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Im Sommer 2021 schloss sich Jochens dem ehemaligen Erstligisten aus Bayern an. In Oberfranken gefällt es dem einstigen Junioren-Nationalspieler, „vor einem Jahr war Coburg einfach schon einen Schritt weiter als Potsdam. Hier in der Stadt ist der HSC eine große Nummer, das sportliche Aushängeschild“. Hin und wieder erwischt sich der 1,94-Meter-Hüne aber, wie ihn die Sehnsucht packt: „Es war gerade am Anfang sehr ungewohnt. Ich bin das erste Mal aus der Heimatblase rausgekommen – und das, obwohl ich eigentlich ein Heimscheißer bin.“ Der gebürtige Falkenseer, der das Handball-Abc und Torwart-Einmaleins beim SSV in der Gartenstadt erlernte, reifte später bei den Füchsen Berlin und bei den VfL-Adlern zu einem gestandenen Schlussmann.

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Seine individuelle Klasse hat der Mann mit der Löwenmähne Urgestein Rainer Müller („wir telefonieren noch heute häufig“) zu verdanken, unter dem aktuellen Potsdam-Coach Bob Hanning wurde ihm „Einstellung und Professionalität zum Sport“ eingetrichtert. „Beim VfL waren es dann Axel Bornemann und Daniel Deutsch, die mir viel Vertrauen schenkten und es mir ermöglichten, im Männerbereich Fuß zu fassen. Ich bin allen Wegbegleitern sehr dankbar, auch die Zeit auf der Sportschule möchte ich nicht missen“, stellt Jochens klar.

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Dass seine Ex-Teamkollegen aus der märkischen Landeshauptstadt so einen Start – 5:1-Punkte aus drei Spielen – hingelegt haben, überrascht den Psychologie-Studenten nicht: „Das ist eine Hausnummer, die jungen Kerle sind aber einfach richtig gut. Es wird auch ein, zwei Tiefen geben, doch auch da kommt der VfL problemlos heraus. Sie werden mit Sicherheit in der oberen Tabellenhälfte die Saison beenden.“ Gleiches hat der HSC vor, die Rückkehr ins Oberhaus sei ein Traum, die Realität eher ein Platz unter den ersten sechs Mannschaften, sagt Jochens: „Wir haben neue Spieler im Sommer dazu bekommen, das muss sich noch etwas finden.“ Nach drei Begegnungen liegen die Coburger auf Rang zwölf – 2:4-Zähler.

Familie und Kumpels drücken die Daumen

Die Familie und viele Kumpels aus der Heimat haben sich bereits angekündigt, um die Gäste und vor allem Jan Jochens anzufeuern. „Ich freue mich riesig darauf, wieder mal in Potsdam zu sein und viele bekannte Gesichter zu sehen“, sagt der HSC-Schlussmann, der – anders als üblich – diesmal aber nicht den Adlern die Daumen drückt.

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