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Fußball-Kreispokal Dahme/Fläming

Sebastian König: „Es wird meine letzte Eintracht-Partie werden“

Mirko Sandmöller, Borussias Direktor des Nachwuchsleistungszentrums, und Sebastian König, Borussias neuer U19-Trainer.

Mirko Sandmöller, Borussias Direktor des Nachwuchsleistungszentrums, und Sebastian König, Borussias neuer U19-Trainer.

Schulzendorf. Stürmer Patrick Kroll von der Ü32 der SG Schulzendorf freut sich wie ein kleiner Junge auf das „Fußball-Kreispokalfinale dahoam“, denn am kommenden Sonntag trifft er zusammen mit seinen Mitspielern um 12 Uhr in der heimischen se.services Arena auf die SG Großziethen. „Wir alle in der Mannschaft brennen auf diese Begegnung, denn einen Pokalsieg erreicht man in seiner Karriere nicht wirklich oft“, weiß der 34-jährige Angreifer, der mit seinem alten Verein VSG Altglienicke II nach einem Endspielsieg am 11. Juni 2019 gegen den SC Staaken II in der Hauptstadt schon einmal den Pott in die Höhe streckte. „Das war damals ein unglaublich tolles Gefühl – am Sonntag würde ich dieses gerne erneut erleben.“

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Er weiß aber auch ganz genau, dass die Begegnung gegen die SGG keine einfache werden wird, denn in der Kreisliga Dahme/Fläming holte das Team mit 58 Zählern (117:12 Tore) und nur einem Unentschieden auf dem Konto überlegen den Titel und stellte mit Maurice Jacobsen (25 Treffer), Guido Walther (21) und Mario Scheibel (16) auch die besten drei Torjäger der Liga. „Unser Gegner hat eine unheimliche Qualität in seinen Reihen, der sich mit etlichen Spielern vom TSV Rudow verstärkte. Obwohl wir eine Liga tiefer spielen, werden wir uns nicht verstecken und versuchen, die große Überraschung zu schaffen. Wie es so schön heißt: Der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Am Ende zählt sicherlich auch der Kampfgeist und die entsprechende Tagesform“, sagt Kroll.

Patrick Kroll kämpft mit der Ü32 der SG Schulzendorf um den Pokalsieg. Für Schmöckwitz-Eichwalde erzielte er in der Rückrunde 32 Tore.

Patrick Kroll kämpft mit der Ü32 der SG Schulzendorf um den Pokalsieg. Für Schmöckwitz-Eichwalde erzielte er in der Rückrunde 32 Tore.

Um sich so optimal wie möglich auf das Finale vorzubereiten, checkt die SGS am Sonnabend in ein Schmöckwitzer Hotel ein, um den Abend und den Vormittag gemeinsam zu verbringen. „Wir werden uns noch einmal auf das Endspiel einschwören und die Stunden vor dem Endspiel zusammen verbringen, um auch noch einmal unseren Teamspirit zu festigen. Auf alle Fälle sind wir alle im Team heiß wie Frittenfett auf die Begegnung gegen die SG Großziethen“, sagt er weiter.

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In der Rückrunde war Kroll neben der Ü32 der SG Schulzendorf auch beim Berliner Landesligisten SV Schmöckwitz-Eichwalde aktiv und sorgte mit seinen 32 Toren in nur 14 Partien für den Klassenerhalt des Teams. „Es war wirklich ein cooles halbes Jahr bei ,Schmöcke’, mir hat es mit der Truppe dort echt viel Spaß gemacht. Es gab nie Stress, alle Spieler haben sich untereinander wirklich sehr gut verstanden“, berichtet Kroll, der sich zum 30. Juni termingerecht bei den Berlinern abgemeldet hat.

Patrick Kroll hat einige Angebote auf dem Tisch zu liegen

„Da der Hauptsponsor sein Engagement dort beendete, haben auch viele andere Spieler die Landesliga-Mannschaft verlassen. Aktuell habe ich einige Angebote von Vereinen aus Berlin und Brandenburg auf dem Tisch zu liegen, die mich verpflichten wollen. Ich werde die kommenden Wochen jedoch sehr intensiv nutzen, um zu gucken, was ich in der neuen Saison machen werde. Es muss für mich auch zeitlich passen, da ich als Feuerwehrmann im Schichtdienst tätig bin.“

Auch für Spielmacher Sebastian König vom Kreisoberligisten SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen II wird das Finale um den Dahme/Fläming-Pokal definitiv ein ganz besonderes werden. „Es wird meine letzte Eintracht-Partie“, informiert der 34-Jährige, der seit 2014 am Wüstemarker Weg kickt. „Auf alle Fälle freue ich mich auf das Endspiel und werde jede Minute davon genießen.“

Als Trainer den nächsten Karriereschritt gehen

Der Grund, warum König zukünftig nicht mehr für Miersdorf/Zeuthen II kicken kann, ist ein ganz einfacher. Ab der kommenden Saison wird er die U19 von Borussia Mönchengladbach in der A-Junioren-Bundesliga West coachen. In der vergangenen Serie führte er die U19 des FC Energie Cottbus zur Vizemeisterschaft in der Bundesliga Nord/Nordost. „Jetzt möchte ich als Trainer natürlich den nächsten Schritt in meiner Karriere gehen. Als ich den Zuschlag der Fohlen bekam, konnte ich nicht nein sagen.“

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Viel Vorschusslorbeeren bekam er im Vorfeld vom Direktor des Nachwuchsleistungszentrums der Borussia, Mirko Sandmöller, auf der Homepage des Vereins: „In Sebastian König haben wir einen jungen, ambitionierten Trainer verpflichtet. Er war in Cottbus bereits in verschiedenen Positionen tätig und hat dort erfolgreiche Arbeit geleistet. Nun möchte er als Trainer den nächsten Schritt gehen. Sebastians Ansatz passt hervorragend zu unserer Philosophie und wir sind überzeugt davon, dass er unsere U19 optimal weiterentwickeln kann. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihm.“

Sebastian König (M.) wird am kommenden Sonntag seine letzte Partie für den SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen II bestreiten.

Sebastian König (M.) wird am kommenden Sonntag seine letzte Partie für den SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen II bestreiten.

König weiß, dass er als U19-Coach ein wichtiges Bindeglied zum Männer-Bundesligateam der Borussia ist. „Meine Aufgabe wird es unter anderem sein, die Jungs auf ganz oben vorzubereiten. Mit Simon Walde trainiert ein Akteur meines Teams ja schon aktuell bei den Profis mit“, berichtet König, der die letzten sechs Jahre in Cottbus lebte und jetzt in eine Wohnung nach Mönchengladbach gezogen ist.

Bei Germania Schöneiche die Trainerlaufbahn begonnen

Seine Trainer-Karriere begann er 2014 bei Germania Schöneiche. Zur Saison 2016/2017 wechselte er in die Lausitz, wo der Mittelfeldspieler unter anderem als U17- und U19-Cheftrainer, Sportlicher Leiter der ersten Mannschaft und als Leiter des Nachwuchszentrums tätig war.

Doch vor der Rückkehr an den Niederrhein möchte er noch mithelfen, dass der Kreispokal an den Wüstemarker Weg kommt. „Ich sehe unsere Chancen bei 50 Prozent, da für mich der Klassenunterschied nicht wirklich ein Rolle spielt. Wir wissen aber auch, wenn wir ein gutes Spiel machen, dass wir dieses auch gegen den MTV Wünsdorf gewinnen können. Wir dürfen und werden den Gegner auf keinen Fall unterschätzen, obwohl er in seiner letzten Landesklasse-Partie mit 0:6 gegen Niederlehme den Kürzeren zog.“

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Von Oliver Schwandt

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