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Fußball-Kreispokal Havelland

4:1 gegen Viktoria Potsdam: Michendorf zieht ins Kreispokalfinale ein

Jubel bei der SG Michendorf nach dem Treffer zum 4:1 durch Jannis Borchmeyer in der Schlussminute.

Jubel bei der SG Michendorf nach dem Treffer zum 4:1 durch Jannis Borchmeyer in der Schlussminute.

Potsdam. Kreispokal Havelland, Halbfinale SV Viktoria Potsdam – SG Michendorf 1:4 (0:1). Tore: 0:1 John Hermsdorf (36.), 1:1 Marten Niemeyer (50.), 1:2, 1:3 Chris Siebert (68., 69.), 1:4 Jannis Borchmeyer (90.). Gelb-Rote Karte: Niemeyer (74., Unsportlichkeit). Zuschauer: 185. Seit über einem Monat warteten die Kicker von Germania Berge auf ihren Finalgegner im Kreispokal Havelland. Seit Sonntagnachmittag steht fest, dass der Kreisoberligist, der sich im ersten Semi-Finale gegen Borussia Brandenburg durchsetzte (2:0), am 24. oder 25. Juni auf die SG Michendorf trifft. Die Elf von Heino Schüler setzte sich vor 185 Zuschauern mit 4:1 (1:1) gegen die Kreisklassen-Fußballer von Viktoria Potsdam durch.

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Beide Mannschaften begannen bei sommerlichen Temperaturen auf dem Kunstrasenplatz an der Templiner Straße motiviert und wollten das Spiel bestimmen. Dabei hatte der Tabellenführer der Landesklasse West die besseren Möglichkeiten auf den ersten Treffer. Ein Freistoß von Kevin Wüstenhagen (3.), sowie zwei Abschlüsse von Angreifer Chris Siebert (14., 15.) fanden jedoch nicht den Weg auf das von Christopher Aurin gehütete Viktoria-Tor. Drei Minuten später war der erst im Winter von den Potsdamer Kickers gewechselte Keeper schon geschlagen, doch Verteidiger Jan-Niklas Tennai konnte den Querpass von John Hermsdorf in Richtung Siebert noch klären, bevor der Stürmer zum Abschluss kommen konnte.

Hermsdorf schießt Michendorf in Führung

Die Hausherren, die derzeit ebenfalls Spitzenreiter in ihrer Liga, der 1. Kreisklasse A, sind, agierten vorrangig mit langen Bällen, ohne dabei gefährlich vor dem Tor von Tom Bickel aufzutauchen – meist war es der letzte oder vorletzte Pass, der zu ungenau gespielt wurde. Besser machten es da die Michendorfer, die nach einer Flanke von Wüstenhagen den freien Hermsdorf am zweiten Pfosten fanden. Der Routinier brachte den Ball sehenswert per Volley im rechten Kreuzeck unter (36.). Mit diesem Zwischenstand gingen die Teams in die Pause.

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Den besseren Start in die zweite Halbzeit hatten die Schützlinge von Sven Thoß, der nach der Spielzeit von Andreas Fricke und David Karaschewitz an der Seitenlinie ersetzt wird. Die Viktoria hatte mehr Spielanteile und belohnte sich nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff dafür. In der 50. Minute verwandelte Marten Niemeyer einen Eckball direkt, Bickel machte dabei keine gute Figur. Auch anschließend waren die Hausherren besser in der Partie, verpassten es aber, einen weiteren Treffer nachzulegen.

Siebert mit Doppelschlag – Niemeyer fliegt vom Platz

Effektiver waren da die höherklassigen Michendorfer, die nach einem langen Einwurf und einer unzureichenden Verteidigung der Hausherren die Führung markierten. Den Fehler in der Hintermannschaft der Viktoria nutzte Siebert eiskalt und suchte beim Jubel anschließend den Weg zu seiner Freundin, um ihr einen Kuss zu verpassen (68.). Augenscheinlich getragen von der Magie der Liebe brauchte der bullige Stoßstürmer keine 60 Sekunden, um gleich den nächsten Treffer nachzulegen. Per flachem Linksschuss überwand er Aurin und entschied sich diesmal für die Feierlichkeiten mit seiner Mannschaft (69.).

Ein Siebert-Doppelschlag war es, der den Michendorfern den Weg ins Finale ebnete und Viktoria von eben jenem abbrachte. Mitgehen wollte ihn ursprünglich auch der stets bemühte Niemeyer, dem in der 74. Minute jedoch die Sicherungen durchbrannten. Nach einem harten, aber fairen Tackling, beschwerte sich der 31-Jährige lautstark bei Schiedsrichter Christoph Freytag. Als er sich auch nach der Gelben Karte nicht beruhigt hatte, schickte ihn der ordentlich agierende Referee mit Gelb-Rot vom Platz (74.).

Schüler: „Verdienter Sieg für uns“

Den Schlusspunkt setzten dann noch einmal die Michendorfer, die durch den eingewechselten Jannis Borchmeyer das 4:1 erzielten (90.). Nur wenige Sekunden später ertönte der Schlusspfiff und die „Einheit SGM“-Rufe schallten durch die Templiner Vorstadt.

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„Im Pokal gibt es keinen großen Klassenunterschied und Viktoria ist ja auch keine schlechte Mannschaft. Wir haben uns das schon so ausgerechnet“, erklärte der Michendorf-Coach nach der Partie, „aber wir wollten das ein bisschen cleverer machen in der ersten Halbzeit, aber das hat der Gegner auch nicht so zugelassen. Wir haben in der Pause dann ein wenig umgestellt und hinten raus war es auch ein verdienter Sieg für uns.“ Ende Juni steht Schüler, der den Doppelschlag zum 3:1 als Knackpunkt sah, mit seiner Mannschaft nun im Kreispokalfinale: „Wir wollen jedes Spiel gewinnen, aber Berge wird auch gewinnen wollen, das ist klar.“ Beschäftigt hat er sich mit dem Gegner derweil aber noch nicht, zu groß war wohl der Respekt vor dem tapferen Halbfinalgegner.

Viktoria Potsdam: Aurin – Tennai (57. Gutknecht), Reichel, Gehrke, Mutschischk (74. Groß) – Scholz, Siwak, Gohlke, Heck (82. Gemeinhardt) – Niemeyer – Salpeter.

SG Michendorf: Bickel – Woiwode (79. Schenk), Freitag, Krug, Rössel – Großmann, Haubner – Hermsdorf, Seyed-Vousoghi (73. Gausepohl), Wüstenhagen (46. Borchmeyer) – Siebert (79. Witthun).

Von Maximilian Krone

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