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Fußball-Landespokalfinale

So will der VfB Krieschow im Finale den großen FC Energie Cottbus ärgern

Aus Cottbus, für Krieschow: Cheftrainer Toni Lempke hofft auf eine Überraschung.

Aus Cottbus, für Krieschow: Cheftrainer Toni Lempke hofft auf eine Überraschung.

Cottbus. Toni Lempke hat in diesen Tagen ein paar Frotzeleien ertragen müssen. „Da kamen ständig Sprüche, einige Leute haben uns auch Glück gewünscht, die meisten aber nicht“, sagt der Trainer und Sportliche Leiter des Fußball-Oberligisten VfB Krieschow vor dem Landespokalfinale gegen den favorisierten Regionalligisten Energie Cottbus an diesem Samstag (14.15 Uhr/ARD) in Luckenwalde.

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„Das war aber alles freundschaftlich und lief humorvoll ab“, ergänzt Lempke, der wie kein Zweiter für die engen Verflechtungen zwischen Krieschow und Cottbus steht – zwei Orte, die gerade mal 15 Kilometer auseinander liegen. Allein dieser Umstand sorgt schon für eine gewisse Brisanz. „Für uns geht es nur um das Duell am Samstag, wir schauen nur auf Energie“, sagt Lempke und verspricht vollen Fokus aufs Wesentliche.

Dimitar Rangelov beim VfB Krieschow gesetzt

Es wäre schon eine kuriose Geschichte, wenn Lempke und der kleine VfB, der etliche ehemalige Cottbuser wie den bei Energie populären Dimitar Rangelov in seinen Reihen hat, dem großen Favoriten den zehnten Titel im Landespokal vor der Nase wegschnappen könnten. Lempke lebt in Cottbus, arbeitet in Cottbus – und spielte für Cottbus, damals, als der FC Energie noch eine respektierte Nummer im Profifußball war. „Ich bin Cottbuser von oben bis unten“, sagt der VfB-Macher. Acht Jahre verbrachte Lempke, dessen Vater auch noch Vorstandsmitglied bei Energie ist, in der FCE-Jugend, sieben bei den Männern. „Die glorreichen Zeiten habe ich noch miterlebt, nur auf einen Einsatz bei den Profis habe ich es leider nicht gebracht“, sagt er über die Zeit zwischen 1999 und 2006.

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Inzwischen ist Lempke 38 Jahre alt, dem Ball jagt der Grundschullehrer nicht mehr hinterher, er lässt jetzt jagen – und das sehr erfolgreich. Ohne Gegentor erreichte der VfB das Finale, in dem es wieder auf die Abwehr um die Innenverteidiger Erich Jechtle und Philipp Knechtel ankommen dürfte. „Sie werden extrem gefragt sein“, vermutet Lempke, der offensive Cottbuser erwartet, die ihrer Favoritenrolle gerecht werden wollen. VfB-Torwart Fritz Pflug müsse vielleicht auch mal die eine oder andere Hundertprozentige vereiteln. „80:20“, meint Lempke, stünden die Chancen auf einen Energie-Erfolg. „Wenn alles normal läuft, gewinnt Energie. Aber wir werden alles geben, damit es nicht normal läuft.“

FCE-Präsident Lemke: „Sportlich regeln“

Dass das Spiel auf neutralem Boden im Luckenwalder Werner-Seelenbinder-Stadion stattfindet, findet Lempke gut. „Wenn das Spiel in Cottbus stattgefunden hätte, hätten wir quasi keine Chance gehabt.“ Statt 8000 oder 9000 Fans, die wohl ins Stadion der Freundschaft gekommen wären, werden nun aber maximal 2800 vor Ort sein, darunter auch etliche, die Krieschow die Daumen drücken. „Genau so stelle ich mir ein Finale vor“, meint Lempke.

Neben Ruhm, Prestige und Pokal geht es auch um 140 000 Euro Prämie, die der Landespokalsieger durch eine Teilnahme am DFB-Pokal in der kommenden Saison sicher hätte. „Finanziell wäre das natürlich lukrativ“, meint FCE-Präsident Sebastian Lemke, der über den VfB sagt: „Respekt vor dem, was in Krieschow passiert, aber Energie Cottbus ist Energie Cottbus – wir wollen es sportlich regeln und zeigen, wer die Nummer eins ist.“

Von David Joram

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