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Fußball-Regionalliga Nordost

Storch „Lorch“ als Luckenwalder Rasenpfleger

Storch „Lorch“ hebt nach dem Frühstück vom Rasen im Seelenbinder-Stadion ab. Er ist seit einigen Tagen ständiger Gast in der Luckenwalder Sportstätte.

Storch „Lorch“ hebt nach dem Frühstück vom Rasen im Seelenbinder-Stadion ab. Er ist seit einigen Tagen ständiger Gast in der Luckenwalder Sportstätte.

Luckenwalde. Seit geraumer Zeit ist im Luckenwalder Werner-Seelenbinder-Stadion ein tierischer Fußballfan zu Gast. Storch „Lorch“ stolziert immer wieder über den Rasen der Sportstätte. Der Tisch ist dort für ihn vermutlich reich gedeckt. Würmer, Engerlinge oder manchmal auch ein Frosch scheinen dem Storch zu schmecken. Nach dem Frühstück schwingt sich „Lorch“ dann wieder in die Lüfte auf, um im Laufe des Tages noch mehrmals ins Seelenbinder-Stadion zurückzukehren. „Unser lieber Klapperstorch kommt jetzt täglich zwei- bis dreimal vorbei“, berichtet Gerd Lautenschläger, „er ist sehr zutraulich, man kann mit bis zu drei Meter Abstand an ihn herantreten.“ Der FSV-Greenkeeper stand auch bei der Namensfindung für den gefiederten Stadionbesucher Pate. „Lorch“ setzt sich aus dem Anfangsbuchstaben seines Nachnamens Lautenschläger und eben aus Storch zusammen.

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Wieder mehr Action im Luckenwalder Seelenbinder-Stadion

In den kommenden Tagen wird es allerdings mehr Action im Luckenwalder Seelenbinder-Stadion geben. Dort werden wieder Fußballspiele ausgetragen. Schon am Sonntag von der Luckenwalder Regionalliga-Mannschaft. Für die Elf von FSV-Cheftrainer Michael Braune steht das letzte Heimspiel der Saison auf dem Programm. Zu Gast ist die VSG Altglienicke. Die Begegnung des 37. Spieltages beginnt um 13 Uhr. Das erste Aufeinandertreffen beider Mannschaften in dieser Saison hatten die Luckenwalder im November 2021 bei den Berlinern mit 1:2 verloren.

Als Gastgeber haben die FSV-Regionalligafußballer nun am Sonntag vor, den Spieß umzudrehen. „Wir werden angreifen und unserem Publikum im letzten Heimspiel der Saison noch einen Sieg schenken“, formuliert der Luckenwalder Trainer Michael Braune das sportliche Ziel für seine Mannschaft. Keine leichte Aufgabe, denn die VSG stellt eines der stärksten Teams der Rückrunde. „Es wird schwer, aber wir wollen es auf jeden Fall versuchen“, sagt Braune.

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Freibier nach dem Spiel

Nach der Partie gegen Altglienicke wird sich der gastgebende Verein unabhängig von deren Ausgang spendabel gegenüber seinen treuen Fans zeigen. Als Dank für die Unterstützung der Zuschauer während der gesamten Saison gibt es nach dem Schlusspfiff am Sonntag für eine gewisse Zeit Freibier. „Es werden ein oder zwei Fässer spendiert“, kündigt FSV-Präsident Dirk Heinze an. Diese Art, den Saisonausklang zu feiern, hat bei den Luckenwaldern eine lange Tradition. In den letzten beiden Jahren musste coronabedingt allerdings darauf verzichtet werden. Am Sonntag wird die Tradition nun wiederbelebt.

Wiederbelebt werden musste in den zurückliegenden Wochen auch der Rasen im Luckenwalder Seelenbinder-Stadion. Hässliche gelbe und braune Flecken waren seit März auf dem Grün nicht zu übersehen. Manch ein Zuschauer wunderte sich bereits über den Zustand des Geläufs, war doch der Rasen im Seelenbinder-Stadion für seinen perfekten Pflegezustand über die Grenzen der TF-Kreisstadt hinaus bekannt. In dieser Woche informierte der FSV 63 auf seiner Homepage über eine mögliche Ursache für die Schandflecken im Rasen. Kriminelle Machenschaften werden nicht ausgeschlossen. Von Sabotage ist die Rede.

Anzeige gegen Unbekannt nach Bodenproben

Zum Hintergrund: Es wurden Bodenproben vom Stadiongrün entnommen und diese im Labor untersucht. Die Untersuchung ergab, dass in dem Mischgut – bestehend aus Mutterboden, Grassamen und Kies – Glyphosat enthalten war. Diese Substanz wird beim FSV 63 zur Rasenpflege nicht eingesetzt. „Demzufolge muss durch einen Dritten unerlaubt das Mischgut manipuliert worden sein“, heißt es auf der Homepage der Luckenwalder, „bei Ausbesserungsarbeiten des Rasens wurde dann der Stoff unwissend mit aufgebracht. Der FSV hat im Anschluss an das Testergebnis umgehend Anzeige gegen Unbekannt gestellt und auch die Luckenwalder Bürgermeisterin informiert.“ Nach unbestätigten Angaben ist von einer Schadenshöhe von rund 250 000 Euro die Rede.

Ehrenamtler des Vereins, FSJler und Mitarbeiter der FSV-Geschäftsstelle haben mittlerweile umfangreiche Pflegearbeiten auf dem Hauptplatz des Seelenbinder-Stadions vorgenommen. Eine erneute Tiefenrennovation mit Einbringung von Saatgut wurde durchgeführt und die größten Schadstellen in Handarbeit ausgebessert. Erste Erfolge der Bemühungen zur Rasenrettung zeichnen sich ab und machen Hoffnung. „Wir sind zuversichtlich, dass der Rasen spätestens zum Landespokalfinale am 21. Mai sich wieder so zeigt, wie es alle gewohnt waren“, erklärt Heinze.

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Storch „Lorch“ als hoffnungsvolles Zeichen

Im Hinblick auf die täglichen Besuche von Storch „Lorch“ im Luckenwalder Seelenbinder-Stadion meint der FSV-Präsident: „Es ist ja ein gutes Zeichen, dass der Rasen wieder gesund wird, wenn solch stolze Vögel dort täglich spazieren gehen. Außerdem unterstützt der Storch die Renovierungsarbeiten, wenn er mit seinem spitzen Schnabel in den Rasen sticht.“

Von Frank Neßler

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