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Fußball-Landesliga Nord

Vor fast 500 Zuschauern: Chemie unterliegt FC Stahl nach großem Kampf

Die Landesliga-Fußballer des TSV Chemie Premnitz (grüne Trikots) zeigten im Derby gegen den FC Stahl Brandenburg eine starke kämpferische Leistung und träumten am Freitagabend vor fast 500 Zuschauern lange Zeit zumindest von einem Punktgewinn.

Die Landesliga-Fußballer des TSV Chemie Premnitz (grüne Trikots) zeigten im Derby gegen den FC Stahl Brandenburg eine starke kämpferische Leistung und träumten am Freitagabend vor fast 500 Zuschauern lange Zeit zumindest von einem Punktgewinn.

Premnitz. Viel vorwerfen konnte Peter Oberschmidt seiner Mannschaft nicht. „Die Jungs haben eine sehr, sehr gute Leistung abgerufen“, befand der Trainer des TSV Chemie Premnitz nach der unglücklichen 1:2 (0:1)-Niederlage seines Teams am Freitagabend gegen den Lokalrivalen FC Stahl Brandenburg. „Die Spieler haben das Derby angenommen, sind gelaufen und haben gekämpft – so wie es sein soll. Nur das Ergebnis hat am Ende natürlich einen bitteren Beigeschmack.“

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Bob Chike Mike Okezie-Andience (42. Minute) und Jeffrey Kniestedt (75.) trafen am 28. Spieltag der Fußball-Landesliga Nord bei besten äußeren Bedingungen vor 484 Zuschauern im Stadion der Chemiearbeiter für die Gäste, bei denen mit Christian Freidank und Marvin Krause zwei Ex-Premnitzer in der Startelf. Lucas Witschel glich für seine Farben nach einer knappen Stunde Spielzeit aus (57.). „Anschließend waren wir drauf und dran, sogar selbst in Führung zu gehen“, schilderte Oberschmidt seine Sicht der Dinge.

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In Durchgang eins entwickelte sich in der ersten halben Stunde eine ausgeglichene Partie, ehe die spielerisch überlegenen Brandenburger immer mehr Oberwasser bekamen und mit einer nicht unverdienten Führung in die Pause gingen. Ein erstes Ausrufezeichen setzte Stahl-Kicker Nils Müller in der 27. Minute mit einem Freistoß, den TSV-Schlussmann Felix Baitz glänzend parierte. Damit hatte sich ein Paar gefunden, das in den nächsten Minuten für die Höhepunkte auf dem Rasen sorgte. In der 31. Minute versuchte es Müller aus 18 Metern, Baitz parierte. Fünf Minuten später bediente Okezie-Andience Mitspieler Müller, diesmal musste Baitz nicht eingreifen, der Ball zischte am langen Pfosten vorbei. In der Schlussphase der ersten Hälfte spielte Müller mit Lukas Hehne einen Doppelpass, sein Schuss wurde geblockt, doch den Abpraller verwandelte Okezie-Andicene zur Pausenführung.

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„Wir haben den Jungs in der Halbzeit gesagt, dass wir so weiter spielen und an uns glauben müssen“, berichtete Oberschmidt. Der Lohn für die Mühen war das 1:1 durch Witschel, der nach Vorlage von Lukas Block aus Nahdistanz erfolgreich war. Dem Torschützen wäre beinahe ein Doppelpack geglückt, aber Zentimeter fehlten bei seinem Schuss von knapp hinter der Strafraumgrenze (63.). Nach der folgenden Drangphase ließen bei den Chemikern Kraft und damit Konzentration aber von Minute zu Minute mehr nach und die Havelstädter schlugen noch einmal zu – und zwar in Person eines ehemaligen Premnitzers.

Die Gäste aus Brandenburg wurden wieder von zahlreichen Fans aus der Havelstadt begleitet. Bei der im Vorfeld von der Polizei als Sicherheitsspiel eingestuften Partie, blieb es ruhig.

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Der 26 Jahre alte Kniestedt erzielte nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung den viel umjubelten Siegtreffer für sein Team, als sein Schuss aus rund elf Metern noch leicht abgefälscht und unhaltbar für Keeper Baitz (34), der sich zur neuen Saison den Brandenburgern anschließt, ins Tor ging. Kniestedt trug in der Landesliga-Saison 2015/16 das Trikot des TSV und verpasste seinem Ex-Club den endgültigen K.o.

Nächstes Spiel beim FC Strausberg

Auf der gezeigten Leistung und Einsatzbereitschaft könne sein Team aber auf jeden Fall aufbauen, betonte Oberschmidt. Er mahnte aber auch an, dass dieser Auftritt im Derby nur dann etwas wert sei, wenn man in den kommenden Wochen gegen die Konkurrenz aus dem unteren Tabellendrittel die gleiche Bereitschaft an den Tag lege – gegen den FSV Babelsberg 74 (0:1) und den SV Grün-Weiss Brieselang (1:3) sei das zuletzt zum Beispiel nicht gelungen.

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Wie viele Mannschaften am Ende wirklich den Gang in die Landesklasse antreten müssen, sei für ihn dabei aktuell nicht relevant. „Wir haben uns vor der Saison 36 bis 40 Punkte auf die Fahnen geschrieben. Dieses Ziel ist immer noch in Reichweite und dann sollten wir mit dem Abstieg auch nichts zu tun haben“, sagt der 54-Jährige. Am kommenden Samstag geht es auswärts beim ehemaligen Oberligisten FC Strausberg um die nächsten Zähler. Das Team aus dem Landkreis Märkisch-Oderland steckt ebenfalls im Tabellenkeller fest. Im Hinspiel, am 13. November vergangenen Jahres, setzte sich der TSV, der noch sieben Punktspiele vor der Brust hat, vor heimischer Kulisse mit 2:0 durch.

TSV Chemie Premnitz: Baitz – Gojek, Quast, Neumann, Große – Otto, Morgenroth (61. L. M. Pollak) – Witschel, Block (66. Mensel), Gumz (79. Hagedorn) – Schulz.

Von Martin Terstegge und Mirko Jablonowski

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