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Fightclub Rathenow

Muay-Thai-Kampf um die deutsche Meisterschaft mit Special Guest

Beim Muay Thai geht’s zur Sache – auch wieder am Samstag in Rathenow.

Beim Muay Thai geht’s zur Sache – auch wieder am Samstag in Rathenow.

Rathenow. Die gute Nachricht vorneweg: In Rathenow ist am 21. Mai alles erlaubt! Nun die schlechte: Diese Regel, die quasi keine Regeln vorsieht, gilt nur für ausgewiesene Expertinnen und Experten des Muay Thai. Beim thailändischen Nationalsport wird mit Haken und Ösen gekämpft, mit Knie und Ellbogen, Fäusten und Tritten hantiert, zig Hebeltechniken sind sowieso erlaubt. „Das Boxen kennt zwölf Grundtechniken, Kickboxen etwa 60, Muay Thai 160“, erklärt Peter Weiss, Deutschlands Verbandspräsident und Gründer des Rathenower Fightclub.

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Ziemlich stolz ist Weiss darauf, dass die Muay-Thai-Kämpferinnen und -Kämpfer die vielen Techniken am Samstag, 21. Mai ab 13 Uhr im Westhavelland zelebrieren – um dort einen deutschen WBC-Meister zu ermitteln. Im Hauptkampf tritt Fightclub-Mitglied Valentino Klemic gegen den Hamburger Mo Zamzam an. „Rathenow genießt in der Szene einen guten Ruf“, sagt Weiss.

Weltmeister Coco Atti erwartet

300 bis 400 Zuschauende erwartet der 46-Jährige im Rathenower Freiluft-Boxstadion, das laut dem Veranstalter als „Europas erstes reines Boxstadion“ gilt und 200 Sitzplätze plus VIP-Terrassen vorweisen kann. Die Lage am Wasser und aus Thailand importierte Palmen schaffen ein für diesen Rahmen würdiges Flair. „Die Palmen stehen seit zwei Jahren, wir haben viel Herzblut in den Außenbereich gesteckt“, sagt Weiss und verweist auf den guten Zusammenhalt im knapp 90 Mitglieder zählenden Fightclub. „Das Event konnten wir nur auf die Beine stellen, weil der eine dem anderen hilft.“

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Die exklusive Lage weiß offenbar auch die Szene zu schätzen, der Fightclub-Vorsitzende erwartet auch Kämpferinnen und Kämpfer aus Thailand, Polen oder Dänemark. Als „Special Guest“ und Autogrammgeber hat sich der Hamburger Spitzenkämpfer und Weltmeister Coco Atti angesagt, der im April vergangenen Jahres bereits seine Stärke in Rathenow eindrucksvoll unter Beweis stellte und beim sogenannten „Day of Destruction“ (Tag der Zerstörung) gegen Juan Cervantes den WM-Titel im Cruisergewicht nach Deutschland holte.

Rathenower Dobberstein feiert Comeback

Die Herzen der Fans dürften Christopher Dobberstein gelten, dem 37-jährigen Urgestein der Rathenower Kampfsportszene. Als 13-Jähriger trainierte Dobberstein erstmals unter Weiss, nun will er seine Klasse auch im fortgeschritteneren Alter nochmal zeigen. Als Vertreter der jüngeren Generation tritt Klemic im Titelkampf (Gewichtsklasse bis 63,5 kg) an. Der 20-Jährige hat seine Wahlheimat in Rathenow gefunden und will bei seinem Heimspiel – wie Robin Ringer und Sebastian Gass – einen guten Eindruck hinterlassen. Ringer, der aus Klietz stammt, kämpft in einem kleineren Verband ebenfalls um einen deutschen Meistertitel (79,4 kg) gegen den Hamburger Florenz Meier.

Grundsätzlich gilt Muay Thai in Deutschland als Nischensportart, dabei könnten speziell Kinder und Jugendliche sehr von der Sportart profitieren, meint Weiss. „Es ist ein familiärer Kampfsport, der Respekt untereinander ist hoch. Im Fightclub machen wir auch viel Sozialarbeit.“

Seit 2012 besteht der Fightclub Rathenow e.V. offiziell und ist seither Stück für Stück gewachsen. Der Kampftag am 21. Mai soll der nächste Schritt in der Entwicklung sein, mit harten, aber fairen Duellen. Und alles ist dann doch nicht erlaubt, wie Weiss korrigiert: „Bodenkämpfe sind verboten.“

Von David Joram

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