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Handball

Familienduell zum Auftakt der Oberliga-Meisterrunde

Christopher Knecht trifft mit dem HV Grün-Weiß (M.) Werder auf seinen Ex-Club LHC Cottbus.

Christopher Knecht trifft mit dem HV Grün-Weiß (M.) Werder auf seinen Ex-Club LHC Cottbus.

Werder. Der Blick in die Historie des kommenden Gegners dürfte den Handballern des HV Grün-Weiß Werder durchaus Respekt abverlangen. DDR-Oberliga, viele Jahre 2. Bundesliga und sogar ein Jahr erste Bundesliga stehen da in der Chronik geschrieben. Spieler wie Christoph Schindler oder Tobias Reichmann trugen das Trikot des Clubs, der erst Lok RAW, dann SC und mittlerweile LHC Cottbus heißt. Im Hier und Jetzt sieht die Sache allerdings ein wenig anders aus. Da gehen am Sonntag (Anwurf: 16 Uhr) die Werderander als leichter Favorit ins erste Spiel der Meisterrunde der Oberliga Ostsee-Spree.

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„Wir sind auf Mannschaften aus der Süd-Staffel nur in Testspielen getroffen, entsprechend schwierig ist es, da die Stärke des Gegners einzuschätzen. Wir gehen aber sehr zuversichtlich in die Partie“, sagt Grün-Weiß-Trainer Niko Harnge, dessen Mannschaft als Zweiter der Staffel Nord in die Meisterrunde einziehen konnte, während sich die Lausitzer nur hauchdünn als Vierter der Staffel Süd für die Aufstiegsrunde in die 3. Liga qualifizieren konnten. „Von solchen Platzierungen und Quervergleichen lassen wir uns nicht beeinflussen. Alle Teams in der Meisterrunde sind taktisch und spielerisch auf einem guten Niveau. Für uns kommt es darauf an, unser Spiel durchzuziehen“, so Harnge, der den LHC in einem Punkt sogar leicht im Vorteil sieht: „Das ist eine sehr eingespielte Truppe. Da sind die Automatismen vielleicht noch etwas mehr vorhanden als bei unserer jungen Truppe.“

Einer aus dieser „jungen Truppe“ ist Christopher Knecht. Der 20-Jährige schloss sich erst im vergangenen Sommer Werder an, spielte zuvor viele Jahre bei Gegner Cottbus. „Im Männerbereich ist es das erste Mal, dass ich gegen den LHC Cottbus spiele. Da erwarte ich natürlich viele bekannte Gesichter, mit denen ich zum Teil noch immer regelmäßigen Kontakt habe“, erzählt Knecht, für den es auch aus einem anderen Grund ein besonderes Spiel ist: „Ich treffe zudem auf meinen jüngeren Bruder Hannes. Er spielt zwar eigentlich noch in der A-Jugend, aber steht bereits im Kader der Männer.“

Knecht gibt kleine Insider-Tipps an den Trainer

Es wird in der Cottbuser Lausitz-Arena also zum Familienduell kommen. Dass Christopher Knecht die Heimat verlassen hat, lag aber nicht nur am Handball, sondern in erster Linie an Werders Nähe zu Potsdam. Denn dort studiert er im zweiten Semester Sport und Geschichte auf Lehramt. „Viele Freunde sind vor mir bereits den gleichen Weg gegangen und haben mir Werder schmackhaft gemacht. Die Nähe ist top und ich wurde in der Mannschaft sehr gut aufgenommen“, sagt der Rückraumspieler, der in dieser Saison bei 27 Toren in 15 Partien steht und gegen den SV Fortuna 50 Neubrandenburg aus Personalnot auch schon am Kreis aushelfen musste.

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Die nötige Flexibilität hat Knecht an der Lausitzer Sportschule und im Nachwuchs des LHC antrainiert bekommen, wo er auch ein Jahr lang A-Jugend-Bundesliga spielte. „Im Wochenrhythmus auf Teams wie Füchse, Kiel oder Magdeburg zu treffen, war eine unglaubliche Erfahrung“, sagt der Rechtshänder, der in seinem letzten Jahr an der Eliteschule auch schon bei den Männern des LHC mitspielte. Durch die coronabedingten Unterbrechungen kam er aber nur zu einigen wenigen Einsätzen. Dennoch kennt Knecht das Team und dessen Spielzüge natürlich noch immer bestens.

Gab es da im Vorfeld auf die Partie am Sonntag also Tipps für das Trainerteam um Niko Harnge? „Es gibt vor jedem Gegner eine genaue Videoanalyse. Das haben die Trainer grundsätzlich auch ohne meine Hilfe gut hinbekommen“, sagt der 20-Jährige und verrät am Ende dann doch: „Wenn es um einzelne Spieler ging und spezielle Bewegungen, die diese gerne machen, da habe ich dann vielleicht doch ein paar kleine Hinweise gegeben.“

Von Ronald Tenbusch

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