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Kommentar

Der Bund will das Flugchaos abfedern: Das kommt viel zu spät

Lange Warteschlangen im Düsseldorfer Flughafen.

Jetzt soll also die Bundesregierung ran. Um das Chaos an deutschen Flughäfen in den Griff zu kriegen, will sie die Branche dabei unterstützen, Hilfskräfte aus dem Ausland einzustellen. Schnell und pragmatisch soll sie sein, die von den Ministerien für Verkehr, Arbeit und Inneres vorgestellte Lösung. Eile ist mehr als geboten: Die Urlaubssaison ist angelaufen, der Frust an den Terminals ist schon jetzt riesengroß.

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Bitter ist allerdings, dass die Unternehmen es nicht selbst geschafft haben, der chaotischen Lage Herr zu werden. Denn eigentlich – da hat Arbeitsminister Heil recht – wäre es ihre Aufgabe gewesen, vorzusorgen. Damit sie das in Krisenzeiten wirtschaftlich stemmen können, sind schließlich nicht wenige Steuergelder geflossen.

Sommerferien sind bereits angelaufen

Dass die Branche nun sogar auf Leiharbeit setzten wollte, statt sich der Grundsatzfrage nach fairen und attraktiven Arbeitsbedingungen zu stellen, hat alleine schon deshalb einen üblen Beigeschmack. Diese Frage wird übrigens auch nicht dadurch geklärt, indem ausländische Helfer temporär eingeflogen werden.

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Flughafen Köln/Bonn: „Die Warteschlange ist ziemlich katastrophal“

Wer jetzt in den Urlaub fliegen will, braucht gute Nerven und viel Geduld.

Es ist sowieso schon zu spät. In Nordrhein-Westfalen sind die Ferien bereits angelaufen, am Wochenende kommen die Küstenländer Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein dazu. Nur ein paar Tage später folgen Brandenburg und Berlin.

Selbst wenn jetzt alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, wird es Wochen dauern, bis die jetzt angeworbenen Hilfskräfte tatsächlich an deutschen Flughäfen im Einsatz sind. Dann – und das ist die frustrierende Prognose für den Sommer – ist für viele der Urlaub allerdings schon gelaufen.

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