Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Kommentar

Funklöcher und langsames Internet: Es braucht endlich Bußgelder für die Unternehmen

Funklöcher auf dem Land: Ein Mann lässt auf einem Feldweg sein Smartphone nach Netzbetreibern suchen.

Funklöcher auf dem Land: Ein Mann lässt auf einem Feldweg sein Smartphone nach Netzbetreibern suchen.

Frankfurt am Main. Die Mobilfunknetzbetreiber reden gerne von Gigabit-Geschwindigkeit und davon, dass diese enorm wichtig sei für den Standort Deutschland. Und ganz besonders liegt es ihnen angeblich am Herzen, die sogenannten weißen Flecken – wo es kein schnelles mobiles Internet gibt – zum Verschwinden zu bringen, damit ländliche Regionen nicht abgehängt würden, und so weiter.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Doch die Daten der Bundesnetzagentur (BnetzA) zeigen, dass Marketingsprech und Wirklichkeit weit voneinander entfernt liegen. Und zwar bei allen drei aktiven Netzbetreibern (Deutsche Telekom, Vodafone und O2/Telefónica). Müssen wir sie jetzt ausschimpfen und buh rufen? Nicht unbedingt. Es ist ein offenes Geheimnis, dass die drei sich Zeit lassen, wenn es um die Erschließung von abgelegenen Gebieten geht. Das ist nämlich enorm teuer. Der vermeintliche Newcomer 1 & 1 hat noch nicht einmal damit richtig begonnen, seine Infrastruktur aufzubauen.

Die Unternehmen folgen ihrer betriebs­wirtschaftlichen Logik

Die Unternehmen folgen bei all dem einer betriebs­wirtschaftlichen Logik und drücken damit ihre Kosten. Wobei sie zu den Verstößen quasi ermuntert werden. Das Verfehlen der Vorgaben für den Netzausbau hat hierzulande eine lange Tradition. Die Aufseher der BnetzA haben in der Vergangenheit immer nur ein bisschen geschimpft und es dann dabei bewenden lassen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Unbezahlbar

Unser Newsletter begleitet Sie mit wertvollen Tipps und Hintergründen durch Energiekrise und Inflation – immer mittwochs.

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn kein Mobilfunker die behördlichen Vorgaben ernst nimmt. Will der Staat einen schnellen Ausbau der Gigabit-Infrastruktur, dann muss er schon Bußgelder verhängen. Und die müssen so hoch sein, dass es den Unternehmen richtig wehtut und Mobilfunk­manager in Verlegenheit bringt, wenn sie ihren Mutter­gesellschaften das mit den Strafen ganz genau erklären müssen.

Mehr aus Wirtschaft

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken