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Kommentar

Die Rentenlücke zwischen Männern und Frauen sollte Deutschland zu denken geben

Auf Augenhöhe: In Deutschland erhalten Männer durchschnittlich mehr Rente als Frauen.

Die gute Nachricht zuerst: Die Renten in Deutschland steigen – und zwar deutlich. Dass nun Millionen Rentnerinnen und Rentner für ihr langes Arbeitsleben höhere Beträge erhalten, ist nicht nur begrüßenswert, sondern angesichts der steigenden Energiepreise und hohen Inflationsraten auch ein wichtiger Schritt.

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Getrübt wird das Ganze allerdings bei einem Blick auf die Verteilung der Renten. Wenn man sich Statistiken dazu anschaut, wird klar: Frauen erhalten durchschnittlich weniger Rente als Männer. Wer eher in Teilzeit arbeitet oder wegen der Betreuung von Kindern und Pflegebedürftigen ganz zu Hause bleibt, zahlt weniger ein. Und das sind in den meisten Fällen die Frauen. Das Ergebnis: eine Rentenlücke zwischen Männern und Frauen, im Fachenglisch „Gender Pension Gap“.

Woanders ist die Lücke deutlich kleiner

Dass diese, wie OECD-Zahlen zeigen, in Deutschland besonders groß ist, sollte der viertgrößten Industrienation der Welt zu denken geben. Dass sie in Skandinavien oder Osteuropa spürbar kleiner ist, auch. Denn es zeigt, dass die klaffende Rentenlücke kein Naturgesetz ist, sondern es auf die Verhältnisse ankommt.

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Etwa bei der Kinderbetreuung: Wer um einen Kita-Platz bangt oder wegen der Kita-Gebühren in Bedrängnis kommt, überlegt es sich selbst mit der Traumstelle zweimal. Hier bräuchte es staatliche Maßnahmen, um Eltern stärker zu entlasten.

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Will die Regierung die Rentenlücke zwischen Männern und Frauen kleiner werden lassen, führt kein Weg daran vorbei, eine flächendeckende und vor allem bedarfsgerechte Kinderbetreuung sicherzustellen. Davon würden dann übrigens auch die Väter profitieren.

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