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Ikea will bald erstes Secondhandkaufhaus in Schweden eröffnen

Ikea plant, in Schweden ein Secondhandkaufhaus zu eröffnen.

Ikea plant, in Schweden ein Secondhandkaufhaus zu eröffnen.

Secondhand ist Trend: Das hat offenbar auch Ikea verstanden. Der global agierende Möbelhauskonzern plant, im Herbst in der schwedischen Stadt Eskilstuna seinen ersten Secondhandstore zu eröffnen. Das teilt das Unternehmen auf seiner Webseite mit. Kundinnen und Kunden kaufen in dem Secondhandgeschäft Möbel, die andere nicht mehr haben wollen und an das Kaufhaus spenden können. Alle Produkte aus zweiter Hand sollen dabei ursprünglich in einem Ikea erworben worden sein.

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Auch für Reklamationen soll es eine zweite Chance geben. Beschädigte Möbelstücke will der Konzern reparieren, aufwerten – und dann zu einem viel niedrigeren Preis im Secondhandgeschäft anbieten. Für solche Produkte hatte es bisher auch in der Fundgrube der Ikea-Kaufhäuser, wo beispielsweise Restposten oder Ausstellungstücke vergünstigt angeboten werden, keine Verwendung gegeben.

Erstes Secondhandeinkaufszentrum

Zunächst handelt es sich um einen Test. Sollte sich das Konzept als erfolgreich herausstellen, könnten jedoch weltweit weitere Secondhandläden folgen. “Um unsere Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, müssen wir unsere Ideen in der Praxis testen”, sagt Jonas Carlehed, Leiter des Bereiches Nachhaltigkeit bei Ikea Schweden.

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Eskilstuna liegt rund 100 Kilometer von der schwedischen Hauptstadt Stockholm entfernt. Diesen Standort für den Laden voller Dinge aus zweiter Hand hat Ikea gewählt, weil dort bereits seit fünf Jahren das Einkaufszentrum “Retuna” angesiedelt ist. Hier verkaufen Läden ausschließlich Sachen aus zweiter Hand oder Recyceltes. Laut eigenen Angaben ist “Retuna” die erste Shoppingmall dieser Art auf der ganzen Welt. In diesem Komplex wird Ikea sein neues Geschäft eröffnen – nicht als Konkurrenz, sondern als Teil des Einkaufszentrums.

Nachhaltig werden

Der schwedische Möbelhauskonzern geht mit dem Secondhandstore einen Schritt weiter in Richtung nachhaltige Zukunft. Bereits jetzt ist es in Deutschland möglich, gut erhaltene Ikea-Möbel an das Unternehmen zurück zu verkaufen. Diese Stücke bietet das Unternehmen anschließend vergünstigt in der Fundgrube an. Momentan recycelt das Möbelhaus laut eigenen Angaben zudem 91 Prozent seines Abfalls oder nutzt ihn für die Energiegewinnung. Den ikonischen Ikea-Hot-Dog gibt es seit geraumer Zeit nun auch in einer Veggievariante, genauso wie seit August die Köttbullar-Fleischbällchen. Laut der aktuellen Mitteilung des Konzerns plant Ikea zudem, in zehn Jahren alle Produkte aus erneuerbaren oder wiedergewonnen Materialien herzustellen. Alle Möbel sollen dann komplett recycelbar sein.

Ikea tut also einiges, um nachhaltiger zu werden. Dennoch steht das Unternehmen immer wieder in der Kritik. Ein Vorwurf: Durch die günstigen Preise verleite Ikea Menschen dazu, mehr zu konsumieren, als sie benötigen.

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RND

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