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Kommentar

Lufthansa-Streik: neue Hiobsbotschaft für Reisende

Am Freitag werden 800 Lufthansa-Flüge ausfallen (Archivbild aus Juli 2022).

Am Freitag werden 800 Lufthansa-Flüge ausfallen (Archivbild aus Juli 2022).

Der Kranich bleibt am Boden, mal wieder. Die Verhandlungen mit der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit sind gescheitert: Am Freitag legen die Pilotinnen und Piloten der Lufthansa ihre Arbeit nieder. Wegen des Streiks fallen 800 Flüge aus.

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Zwar sind Flugreisende nach diesem Sommer schon leiderprobt, doch der kurzfristig verkündete Streik ist eine neue Hiobsbotschaft. Erneut stranden etliche Passagiere – und das in der Ferienzeit, die in den südlichen Bundesländern noch andauert und just an diesem Wochenende in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland zum Ende kommt.

Der Lufthansa geht es gerade nicht gut.

Der gerupfte Kranich

Die Lufthansa gehört zum Inventar der Bundesrepublik und zählte sich selbst lange zu den besten Airlines der Welt. Doch der Kranich hat Federn gelassen.

Lufthansa gründete neue Tochter-Airlines

Man habe ein gutes und sozial ausgewogenes Angebot gemacht, sagt Lufthansa-Personalvorstand Michael Niggemann. Dazu gehöre eine Erhöhung der Grundgehälter um 900 Euro pro Monat. Das ist eine Zahl, von der andere Beschäftigte nur träumen können. Und die den Verdacht nährt, dass es den Piloten in Wahrheit um etwas ganz anderes geht.

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Hinter den Kulissen gibt es massiven Ärger über die Gründung neuer Tochter-Airlines, die es einfacher machen, Tarifverträge zu umgehen. Nachdem vergangenes Jahr bereits Eurowings Discover gegründet wurde, steht nun eine neue Tochter, die Cityline 2, im Raum. Bekommen die billigeren Tochter-Airlines mehr Anteile am Flugplan, wird für die Lufthansa-Piloten mit alten Verträgen die Luft dünner.

Streik der Lufthansa-Piloten trifft Tausende Passagiere

Der Pilotenstreik am Freitag zwingt die Lufthansa dazu, einen Großteil ihrer Abflüge in Deutschland zu streichen.

Zieht sich das Flugchaos in den Herbst?

Noch ist nicht ausgemacht, wer den Machtkampf am Ende gewinnt. Fest steht aber, dass er sich auf die bereits bestehenden Konzerntöchter ausweiten könnte. Auch bei Eurowings haben sich die Piloten bereits für eine Arbeitsniederlegung ausgesprochen. Es steht zu befürchten, dass sich das sommerliche Flugchaos also noch in den Herbst ziehen wird.

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