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Kommentar zu Gasverhandlungen mit Katar

Deutschland hat einiges zu bieten

Bundeswirtschafts- und Klimaminister Robert Habeck steht während seines Besuchs in Katar im März in einer Pause zwischen zwei Meetings am Ufer des Persischen Golfs.

Frankfurt am Main.Was da gerade passiert, nennt man „business as usual“. Es geht um die Verhandlungen über die Lieferung von Flüssiggas aus Katar. Wirtschafts- und Klimaminister Robert Habeck (Grüne) sucht händeringend nach neuen Lieferanten, um so schnell wie möglich aus der fatalen Abhängigkeit von Russland herauszukommen. Schließlich geht die Bundesregierung davon aus, dass Kriegsherr Wladimir Putin aus Gründen der Vergeltung den Gashahn schon morgen zudrehen könnte.

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Das wissen natürlich die Leute in Katar, die mit der Bundesregierung und Gasimporteuren über einen langfristigen Liefervertrag verhandeln. Deshalb stellen sie Maximal­forderungen: hohe Preise und eine extrem lange Lieferzeit von 20 Jahren oder mehr.

Offshore-Windparks: viel Wind um wenig Energie

Um unabhängig von Russland zu werden, müssten Deutschlands Küsten zu gigantischen Windparks umgebaut und an leistungsstarke Übertragungsnetze angeschlossen werden. Doch wenig geschieht, auch wegen viel zu langer Genehmigungs­verfahren. Wacht die Politik endlich auf?

Die Grundregel für solche Fälle lautet: Es muss eine Einigung her, von der beide Seiten profitieren. Danach sieht es auf den ersten Blick nicht aus. Richtig ist, dass Katar kurzfristig Erpressungs­potenzial hat. Doch wenn der Scheich und seine Berater langfristig denken, dann werden sie einsehen, dass Deutschland seine Klimaziele zugunsten einer neuen Abhängigkeit von Katar nicht aufgeben kann.

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Eine Vertragslaufzeit von zehn Jahren – so lange brauchen wir noch Erdgas – muss sein. Und die Gegenleistung? Auch in Katar haben die Regierenden erkannt, dass langfristig an Nachhaltigkeit und Klimaschutz kein Weg vorbeiführt. Das geht von der Elektrifizierung des öffentlichen Verkehrs bis zu Solarparks in der Wüste. Bei diesen Technologien sind deutsche Firmen weltweit führend. Da lassen sich doch bestimmt gemeinsame Projekte einfädeln.

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