Kommentar

Überraschendes Wirtschaftswachstum: zu früh für Entwarnung

Getriebeteile in der Produktionshalle eines Aufzugsherstellers.

Getriebeteile in der Produktionshalle eines Aufzugsherstellers.

Berlin. Die deutsche Wirtschaft verblüfft – mal wieder. Eigentlich waren alle Experten davon ausgegangen, dass die Wirtschaftsleistung angesichts der mannigfachen Herausforderung durch Energiekrise, Inflation, Zinswende, Rohstoffknappheit, Pandemie und Krieg ab Sommer dieses Jahres sinken würde. Inzwischen weiß man: Die Geschäftstätigkeit ist nicht nur nicht geschrumpft, sie ist gewachsen. Und das sogar stärker als zuletzt gedacht.

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Um immerhin 0,4 Prozent hat das Bruttoinlandsprodukt vom Ende des zweiten bis zum Ende des dritten Quartals zugelegt. Offenbar sind viele Unternehmen resilienter als vermutet. Bei manch einem schürt das die Hoffnung, dass Deutschland ähnlich wie in der Corona-Krise mit einem blauen Auge davonkommen könnte.

Ausschließen kann man das nicht, für Entwarnung ist es dennoch zu früh. Denn es waren vor allem die Privatverbraucher, die den Wirtschaftseinbruch im Sommer verhindert haben. Nach zwei Pandemiejahren hatten die Menschen wieder Lust zu reisen, auszugehen, Veranstaltungen zu besuchen. Und sie haben dabei eine Menge Geld ausgegeben. Die Warnung über höhere Energierechnungen schienen im Juli und August weit weg zu sein.

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Nun aber kommen die erhöhten Abschläge bei immer mehr Verbraucherinnen und Verbrauchern an. Und vielen dämmert, dass die Ausgaben für die Lebenserhaltung auch mit den Preisbremsen für Strom und Gas kräftig ansteigen werden. Im beginnenden Weihnachtsgeschäft ist die Kaufzurückhaltung bereits spürbar. Es ist daher gut möglich, dass das dicke Ende erst noch kommt. Und gleichzeitig wächst die Wahrscheinlichkeit, dass es etwas weniger dick ausfällt als befürchtet. Unterm Strich ist das eine gute Nachricht.

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