Anschlag auf Brandenburger Betonhersteller: 17 Lkw abgebrannt - linksradikaler Bekennertext aufgetaucht
Berlin. Nach Brandanschlägen auf Lkw von Betonfirmen in Berlin ist im Internet ein Bekennerschreiben mit einer linksextremistischen Begründung veröffentlicht worden. In dem Text auf einer linksradikalen Internetseite ist die Rede von einem „weiteren Schlag gegen die Betonindustrie“.
Die Firmen seien verantwortlich für Naturzerstörung und Kolonialismus und würden daher ihre „wohlverdienten Angriffe“ abbekommen. Aus diesem Grund seien erneut ihre Fahrzeuge angezündet worden. Bereits im vergangenen Winter seien mehrere Lkw, die zum Transport von Beton für die Autobahn 100 benutzt wurden, sowie ein Förderband „komplett durch Feuer zerstört“ worden.
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Zur vollständigen AnsichtIn der Nacht zu Montag (2. Dezember) hatten die Täter in den Berliner Bezirken Marzahn-Hellersdorf und Lichtenberg insgesamt 16 Lastwagen und andere Fahrzeuge sowie ein Förderband auf zwei Firmengeländen angezündet. Die Kriminalpolizei geht von einer politisch motivierten Tat aus.
Zwei Brände in Berlin: Feuerwehr kämpft mit Wasserversorgung
In der Gehrenseestraße war das Gelände des Betonherstellers Cemex betroffen, wie eine Sprecherin des Unternehmens auf Anfrage bestätigte. Weitere Angaben machte sie zunächst nicht. Ein Polizeisprecher sagte, dass auch Lkw im öffentlichen Raum brannten.
Die Feuerwehr war nach eigener Aussage mit insgesamt 100 Einsatzkräften an den beiden Brandherden und zwei Stunden im Einsatz. Wie die Feuerwehr berichtet, habe es Probleme mit der Löschwasserversorgung gegeben, da diese begrenzt gewesen sei.
„Aufgrund dessen musste in Marzahn die Wasserversorgung über eine lange Wegstrecke mit Schläuchen eingeleitet werden. In Alt-Hohenschönhausen unterstützten zwei Tanklöschfahrzeuge im Pendelbetrieb“, so die Berliner Feuerwehr in einer Mitteilung.
Vor einem Jahr brannte es schon einmal bei Cemex
Die Vorfälle erinnern an einen Brand Ende Dezember 2023. Auch damals brannte es bei Cemex, allerdings am Standort in Berlin-Kreuzberg. Dort waren mehrere Zementsilos, fünf Fahrzeuge und das Hauptgebäude in Flammen aufgegangen. Auf der Internet-Plattform indymedia bekannten sich Unbekannte dazu, das Feuer gelegt zu haben. Als Grund nannten sie unter anderem, dass das Unternehmen am Ausbau der Berliner Stadtautobahn A100 beteiligt sei.
Zur Brandursache wird weiter ermittelt. Es sei niemand verletzt worden.
MAZ