Heimatgeschichte

550 Jahre Roland: So feiert Brandenburg an der Havel sein Wahrzeichen

Oberbürgermeister Steffen Scheller (rechts) kam zur „550 Jahre Roland“-Pressekonferenz mit STG-Geschäftsführer Thomas Krüger (links) sowie mit Stadt- und Roland-Kenner Heiko.

Brandenburg/H. „550 Roland – Der erste Ritter hat Geburtstag“ ist das kleine Programmheft betitelt, das druckfrisch in Brandenburg an der Havel die Runde macht. Vorgestellt wurde es zusammen mit dem entsprechenden Programm von der Stadtmarketing- und Tourismusgesellschaft Brandenburg an der Havel und Hauptinitiator Heiko Hesse.

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Der Brandenburger Journalist und MAZ-Redakteur, der vielfältig in Buchform oder auch als Till Eulenspiegel den Brandenburgerinnen und Brandenburgern sowie Gästen Stadtgeschichte(n) näherbringt, wurde frühzeitig auf den Geburtstag des Brandenburger Rolands aufmerksam und nutzte sein Netzwerk zur Vorbereitung des Jubiläumsjahres, teilt die Stadtverwaltung mit.

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Im Jahre 1474 war die 5,35 Meter hohe Sandsteinfigur gefertigt worden, „die uns als Symbol der Freiheit, Gerechtigkeit und Eigenständigkeit vor dem Rathaus der Altstadt vertraut ist“, heißt es weiter. Ursprünglich stand sie auf dem hinteren Neustädtischen Markt und war 1716 – ein Jahr nach Vereinigung von Alt- und Neustadt – vor das Neustädtische Rathaus versetzt worden.

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Hätten ihn kluge Brandenburger nicht im Sommer 1941 in Sicherheit gebracht – in Kisten verpackt auf dem Rieselgut Wendgräben – wäre er zum Kriegsende 1945 wohl mit dem Neustädtischen Rathaus verloren gegangen. Doch er überlebte und „die Brandenburger platzierten ihn stolz 1946 vor dem Altstädtischen Rathaus“, geht aus der Pressemitteilung hervor.

Für Roland in Brandenburg an der Havel

Und die Nachfahren können nun ihren 550-jährigen Roland feiern – mit Festen und Vorträgen, Führungen und Konzerten, Theater, Lesungen und Spezialitäten. Zu letzteren zählt der Roland-Kaffee, den Kaffee-Kenner Sebastian Mohnke kreiert hat und mit dem der Roland-Veranstaltungsreigen am 8. Februar beginnt. Zum „Tag des Koffeins“ geht es in seinem Kaffee-Laden in der Hauptstraße 41 ab 19 Uhr um Wissenswertes über Koffein und dessen Wirkung, worüber Berit Günther von der Raths-Apotheke berichtet.

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Am 2. März, 11 Uhr, werden dem Recken Märchen und Musiken im „Haus voller Geschichten“ in der Fouqué-Bibliothek, Altstädtischer Markt 8, gewidmet. Es folgen die erste Erlebnis-Führung „Der Raub des Rolands“ am 15. März sowie die Taufe der „Rolandlinde“ am 16. März, an dem auch noch der Roland am 1909 gebauten Wohn- und Geschäftshaus Hauptstraße 56 entdeckt werden kann. Außerdem sind am 16. März die neun lebenden Rolande der weltweit 33 Roland-Städte zu Gast, um dem Brandenburger Roland zu gratulieren.

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Stefan Jürgens, wissenschaftlicher Volontär des Stadtmuseums, gab Einblicke in die kommende Roland-Ausstellung im Freyhaus.

Das Stadtmuseum stellt das Wahrzeichen mit der Sonderausstellung „Roland 550 – Recht und Gerechtigkeit“ vom 2. Mai bis 7. Juli in den Mittelpunkt. Bei der Präsentation stellte Stefan Jürgens, wissenschaftlicher Volontär des Museums, ein paar Exponate vor, die dann im Freyhaus in der Ritterstraße zu sehen sind. Darunter sind Roland-Figuren aus dem VEB Lineol aus den frühen 1950er-Jahren.

Im Juni präsentiert die städtische Musikschule „Vicco von Bülow“ mit „550 Minuten Musik für Roland“ ein Mega-Konzert. Das Havelfest im Juni wartet erstmals mit dem Rolandstechen auf, einem spaßigen Lanzenstechen auf der Havel.

Das Programm in Brandenburg an der Havel

Das komplette Programm, das bis zu „Rolands Bratäpfel“ im Dezember reicht und von kreativen Köpfen gerne ergänzt werden kann, ist unter https://erlebnis-brandenburg.de/roland-550 zu entdecken.

MAZ