Brandenburg an der Havel

Kontrollen gegen Gaspedal-Protzer

Polizeibeamtinnen haben am Dienstagmorgen in der Steinstraße Autofahrer gelasert.

Brandenburg/H. Volle Kontrolle am Dienstag in der Steinstraße: In Richtung Steintorturm wurde an der Einmündung Kurstraße durch Polizisten der Brandenburger Inspektion mittels Laserpistole das Einhalten von Tempo 20 durch die Autofahrer kontrolliert. In der Gegenrichtung hin zum Neustädtischen Markt stand der städtische Blitzerwagen.

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„Das war eine abgestimmte Aktion“, sagt Sebastian Hennig vom Ordnungsamt. Die Polizei habe um den Einsatz des Blitzerwagens gebeten. In diesem Fall sei es so gewesen, dass die Polizisten mehrfach bestimmte Verstöße bemerkt habe: „Manche der männlichen Autofahrer verhalten sich wie kleine Kinder. Wenn sie durch eine Kontrolle unbehelligt durchkommen oder eine solche Maßnahme auf der anderen Fahrbahnseite sehen, treten sie provozierend extra aufs Gaspedal. Das ist gerade in der Steinstraße sehr gefährlich“, sagt Hennig. Beinahe zehn Jahre, nämlich seit September 2009, gilt die Steinstraße als Tempo-20-Zone, weil es sehr viele kreuzende Fußgänger und viel Radverkehr gibt.

Polizeisprecher Oliver Bergholz kennt „dieses Verhalten aus eigenem Erleben und aus den Schilderungen meiner Kollegen. Für mich ist das reine Protzerei nach dem Motto, Ihr könnt mir ja nichts“. Es sei auch nicht die letzte Kontrolle dieser Art gewesen. Sie werden „situationsangemessen“ angesetzt, offensichtlich habe es im Vorfeld mehrere Feststellungen gegeben.

Die Beamtinnen hatten mit der Laserpistole stichprobenartig 45 Autofahrer ins Visier genommen, sieben Verstöße stellten sie fest, der Schnellste war mit Tempo 47 unterwegs, also mit mehr als doppelter Geschwindigkeit des Erlaubten.

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Zwischen der Polizei und der kommunalen Ordnungsbehörde würden Messplätze und -zeiten jede Woche abgestimmt, sagt Hennig. „Manchmal können wir unsere Ansagen nicht genau einhalten, weil an der vorgesehenen Messstelle kein Stellplatz frei ist.“ Aber selbst wenn die Ordnungsamtsmitarbeiter an andere Orte oder auf andere Zeiten ausweichen, kommen sie sich in der Regel nicht ins Gehege. „Unsere Kollegen müssen den vorhergesehenen Abschnitt ohnehin in beide Richtungen abfahren, um die ordnungsgemäße Beschilderung zu kontrollieren. Dabei würden sie die kontrollierenden Polizisten bemerken.“

Von André Wirsing

MAZ