Sozialläden

Dahmeland: Wo Familien günstige Angebote zu Kleidung, Möbeln und Haushalt finden

Regina Goldau, Jens Köhler und Nadine Göpfert (v. l.) freuen sich, dass die Möbel- und Textilbörse gut ankommt.

Dahmeland. Immer mehr Menschen geraten durch erhöhte Energiekosten, Arbeitslosigkeit oder persönliche Lebensumstände finanziell in schwieriges Fahrwasser. Besonders hart trifft es Familien und Alleinerziehende. Sie müssen jeden Cent dreimal umdrehen, vorne und hinten sparen. Eine hilfreiche Alternative bieten Kleiderkammern, Möbel- und Haushaltswarenbörsen sowie Tafeln. Doch in Königs Wusterhausen hat der Carisatt-Laden in diesem Jahr geschlossen. Die gute Nachricht ist: Die Tee- und Wärmestube und damit die Kleiderkammer bleiben erhalten.

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Für einen kleinen Obulus erhält man Möbel im "Kleeblatt".

"Wir merken schon, dass sich der Bedarf erhöht hat", sagt Regina Goldau, die stellvertretende Leiterin des Mehrgenerationenhauses "Kleeblatt" in Bestensee. Vor 16 Jahren erwarb der Arbeitslosenverband das Gebäude. Seit 2008 ist es ein vom Bundesfamilienministerium gefördertes Mehrgenerationenhaus. In der ehemaligen Schule in der Waldstraße gibt es viele Angebote. Neben Beratungen, offenen Treffs, einem günstigen Mittagstisch gehören auch eine Textil-, Möbel- und Haushaltsbörse zum Haus.

Kunden kommen auch aus Nachhaltigkeitsgründen nach Bestensee

Ein Sessel für 15 Euro, ein Kinder-T-Shirt für 50 Cent, Esstische, Betten Regale, Lampen, Tischdecken und und und. Es gibt nichts, was man auf den rund 400 Quadratmetern nicht findet. „Die Preise, die wir nehmen, sind eine Entschädigung für die Abholung und unsere Betriebskosten. Gegen einen Obolus von 8 Euro bringen wir die Sachen auch nach Hause“, erzählt Regina Goldau. Sie verweist darauf, dass nicht nur Bedürftige, sondern auch andere Menschen dort einkaufen können. „Wir haben Stammkunden, die aus Nachhaltigkeitsgründen, bewusst für den Klimaschutz zu uns kommen.“ Gern genutzt werde die Börse besonders von ausländischen MItbürgern, die sich hier neu einrichten, weiß die Frau.

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Arbeitslosenverband betreibt Mehrgenerationenhaus in Bestensee

Vom Kaffeeservice bis zu Kinderstiefeln – alles wird liebevoll präsentiert. Dafür sind unter anderem Nadine Göpfert und Jens Köhler verantwortlich. Nadine Göpfert ist beim Arbeitslosenverband angestellt, ihr Kollege kommt vom Jobcenter. Beide sind mit viel Engagement und Freude bei der Arbeit. „Wir bieten auch saisonale Sachen wie jetzt Weihnachtsartikel und sortieren die Kleidung nach Jahreszeiten. Die Sommersachen sind zurzeit im Lager“, erzählt Nadine Göpfert. Auf etwa 35 Quadratmetern finden Eltern Kindersachen in unterschiedlichen Größen.

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Das Angebot für die Jüngsten ist auch in der „Schatztruhe“, dem Kleiderstübchen des DRK in der Erich-Weinert-Straße in Königs Wusterhausen groß. Dort gibt es gut erhaltenen Kleidung für Kinder und Schwangere, aber auch Babyausstattung und Spielzeug. Der Schwerpunkt liegt auf Kleidung bis zum Schulalter.

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Im Kleiderstübchen des DRK finden Eltern gut sortiert Kindersachen.
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„Unsere Kunden sind sehr unterschiedlich. Es sind Menschen, die geflüchtet sind, aber auch Muttis, für die der Nachhaltigkeitsgedanke im Vordergrund steht“, erzählt Marie-Luise Mahlow. Sie leitet die „Schatztruhe“ seit fünf Jahren ehrenamtlich. Sowohl das Mehrgenerationenhaus als auch das DRK freuen sich über Sachspenden als auch über ehrenamtliche Unterstützung.

Von Heidrun Voigt

MAZ