Tödlicher Motorradunfall auf der B5
Dallgow-Döberitz. Auf der B5 zwischen Abfahrt Seeburg und Havelpark Dallgow-Döberitz kam es in der Nacht zum Sonntag gegen 23.30 Uhr zu einem folgenschweren Verkehrsunfall. Aus bisher ungeklärter Ursache fuhr ein BMW ungebremst auf ein Motorrad auf.
Bei der heftigen Kollision verkeilte sich das Motorrad im Auto und wurde noch über 100 Meter weit mitgeschleift. Beim Pkw lösten die Airbags aus. Der Aufprall war so heftig, dass der 62-jährige Motorradfahrer vom Krad geschleudert, mitgeschleift wurde und schließlich auf der Straße liegen blieb.
Aufmerksame Ersthelfer, die selbst beim Rettungsdienst arbeiten, versorgten den schwer verletzten Mann und alarmierten die Rettungskräfte.
Reanimation begonnen
Als Feuerwehr, Rettungsdienst und der Notarzt vor Ort eintrafen, hatten die Ersthelfer bereits mit der Reanimation des bewusstlosen Kradfahrers begonnen. Die örtlich zuständige Feuerwehr leuchtete die Einsatzstelle aus, sperrte die Richtungsfahrbahn und unterstützte bei der Versorgung der verletzten Person.
Der unter Schock stehende BMW-Fahrer wurde vor Ort vom Rettungsdienst behandelt. Eine Polizistin stellte bei ihm deutlichen Alkoholgeruch fest. Ein erster Atemtest ergab über 1,4 Promille. Der BMW-Fahrer wurde schließlich vom Rettungsdienst mit Polizeibegleitung in ein Krankenhaus gebracht, wo im Laufe der Nacht eine Blutentnahme durchgeführt wurde.
Bis 4 Uhr gesperrt
Für den Motorradfahrer kam jede Hilfe zu spät. Nach über 40 Minuten wurde die Reanimation vor Ort erfolglos abgebrochen. Ein Rettungshubschrauer, der inzwischen gelandet war, verließ die Einsatzstelle ohne Transport.
Bis gegen 4 Uhr war die Richtungsfahrbahn nach Nauen voll gesperrt. Ein Abschleppdienst beseitigte die völlig zerstörten Fahrzeuge.
Der eingesetzte Gutachter und Spezialisten der Kriminalpolizei müssen nun klären, wie es zu dem Unfall kommen konnte.
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Von Julian Stähle
MAZ