Computer statt Losfee: Darum läuft die CL-Auslosung in diesem Jahr anders
Wenn am Donnerstag (18 Uhr) in Monaco die Vorrunde der reformierten Champions League 2024/25 ausgelost wird, ist alles ein bisschen anders als gewohnt. Schließlich tritt die „Königsklasse“ in neuem Gewand auf, mit mehr Mannschaften, mehr Spielen und einer Liga- statt einer Gruppenphase. Das hat auch Auswirkungen auf das Losverfahren. Wurden die Kugeln bisher von Hand gezogen, erledigt nun ein Computer den größten Teil der Arbeit.
Der Grund: Eine Gesamttabelle aller 36 Teams entscheidet nun über das Weiterkommen. Jede Mannschaft bestreitet acht Hauptrundenspiele – zwei mehr als im bisherigen Format. Dabei treffen die Klubs in jeweils vier Heim- und vier Auswärtsspielen auf acht unterschiedliche Gegner. Die ersten acht Teams der Tabelle sind fix für das Achtelfinale qualifiziert. Die Klubs auf den Tabellenplätzen 9 bis 24 spielen in einer neuen K.-o.-Zwischenrunde um das Weiterkommen. Bei der Auslosung des Achtelfinales im kommenden Jahr wird der komplette Weg hin zum Finale am 31. Mai 2025 in München festgelegt.
36 Klubs, jeweils acht Gegner: Im bisherigen Auslosungsformat wären über 1000 Kugeln und über drei Stunden Zeit nötig. Deshalb übernimmt größtenteils eine Software. Per Hand gezogen wird jeder Klub einmal, der Computer errechnet die acht Gegner, und wer gegen wen auswärts spielt. Der genaue Zeitplan, wann welches Spiel ausgetragen wird, folgt erst am Samstag. Für diejenigen, die gerne tippen: Die Wahrscheinlichkeit, die richtige Konstellation für die Ligaphase vorherzusagen, liegt bei 0,000006 Prozent. Die UEFA verweist darauf, dass das System betrugssicher ist und ließ sich das von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft absegnen.
Welche Gegner sind für die deutschen Starter möglich?
Die 36 Teams werden anhand der UEFA-Rangliste, die nach Erfolgen der vergangenen Spielzeiten errechnet wird, weiterhin in vier Töpfe eingeteilt – anders als bislang bekommen die Klubs aber auch Gegner aus dem eigenen Topf zugelost, zwei sogar. Das heißt, der FC Bayern München könnte in der Ligaphase beispielsweise auf Manchester City und Real Madrid treffen. Grundsätzlich ausgeschlossen sind in der Vorrunde (zumindest in dieser Saison) Spiele von Klubs aus einem Land gegeneinander. Jeder Verein soll zudem maximal auf zwei Klubs aus einem anderen Nationalverband treffen. Neben den Münchnern sind aus der Bundesliga noch Meister Bayer Leverkusen, RB Leipzig, Borussia Dortmund und der VfB Stuttgart dabei. Die Lostöpfe im Überblick gibt es hier.