Konflikt um Straße von Hormus

Aktuelle Lage im Persischen Golf: Tägliches Update zu festgesetzten Öl-Tankern

Eine der weltweit wichtigsten Handelsrouten ist praktisch lahmgelegt.

Die Straße von Hormus steht im Zentrum des Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran. Sowohl der Iran als auch die USA haben Blockaden der einzigen Seeverbindung vom Persischen Golf zum Arabischen Meer verhängt.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Nach langen Verhandlungen haben sich die USA und der Iran auf ein Rahmenabkommen zur Beilegung des Krieges verständigt. Die für den weltweiten Öl- und Gashandel wichtige Meerenge sollte demnach wieder für den Schiffsverkehr geöffnet werden. Allerdings ist der Schiffsverkehr nach erneuten gegenseitigen Angriffen wieder fast zum Erliegen gekommen.

Ansicht wechseln

In dieser Ansicht können leider nicht alle Inhalte korrekt dargestellt werden.

Zur vollständigen Ansicht

Vor den Angriffen der USA und Israels auf den Iran Ende Februar passierten monatlich etwa 3000 Schiffe die Meerenge, so die Datenanalysten von Lloyd’s List Intelligence. Mit Beginn der Operation „Epic Fury“ am 28. Februar 2026 kam die Schifffahrt in der Straße von Hormus weitgehend zum Erliegen. Eine der weltweit wichtigsten Handelsrouten, über die zuvor rund 20 Prozent der globalen Lieferungen von Öl und Flüssigerdgas abgewickelt wurden, war monatelang praktisch lahmgelegt.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Der Iran attackierte wiederholt Schiffe und deutete an, die Straße von Hormus vermint zu haben. Seit dem 8. April galt formal ein Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran. Mitte April begannen die USA ihrerseits mit der Blockade iranischer Häfen in der Meerenge, um die iranische Wirtschaft zu schwächen und das Mullah-Regime zu Verhandlungen zu bewegen.

Infolge des Iran-Kriegs stiegen die Preise für Rohöl zeitweise auf fast 120 US-Dollar pro Barrel. Zwar existieren alternative Transportwege wie etwa Saudi-Arabiens Ost-West-Pipeline, doch deren Kapazitäten decken nur einen Bruchteil der Mengen ab, die normalerweise täglich durch die Straße von Hormus transportiert werden.

Ansicht wechseln

In dieser Ansicht können leider nicht alle Inhalte korrekt dargestellt werden.

Zur vollständigen Ansicht

Neben den wirtschaftlichen Folgen warnt Greenpeace auch vor erheblichen Umweltrisiken in der Region um die Straße von Hormus. Die Angriffe auf Schiffe im Persischen Golf zeigten, wie schnell der Konflikt zu einer ökologischen Katastrophe führen könne.

Ansicht wechseln

In dieser Ansicht können leider nicht alle Inhalte korrekt dargestellt werden.

Zur vollständigen Ansicht

Die Straße von Hormus sowie die angrenzenden Gewässer des Persischen Golfs und des Golfs von Oman beherbergen empfindliche Ökosysteme, darunter Korallenriffe und Mangrovenwälder. Zudem befinden sich in der Region zahlreiche Meerwasserentsalzungsanlagen. Eine größere Ölhavarie würde sowohl die Tier- und Pflanzenwelt als auch die Wasserversorgung der Bevölkerung gefährden.

Verwandte Themen